Bruderschaft II, § 580

Urusvati weiß, dass viele die Existenz Unserer Bruderschaft um keinen Preis zugestehen. Würden sie Uns begegnen, verhielten sie sich skeptisch. Ihr Skeptizismus kennt keine Grenzen. Auf der einen Seite berührt er die Unwissenheit, auf der anderen die Lüge. Ein Skeptiker wird keinen Abgrund überqueren. Doch gibt es auch andere, die wenigstens Unsere Existenz im feinstofflichen Körper für möglich halten. Man darf sich einer solchen Überzeugung nicht widersetzen, wichtig ist, dass die Existenz von Ideen zugestanden wird. Man darf nicht auf einer bestimmten Form beharren, sind Uns doch die Mitarbeiter aus der Feinstofflichen Welt nahe. Solcherart befinden sich jene, die auch nur Teilzugeständnisse machen, doch schon auf dem Weg der Wahrheit. In Geduld muss man die Teilchen der Wahrheit zulassen, ihnen lässt sich auch alles Übrige hinzufügen. Viel schlimmer sind Buchstabengelehrte, die entweder alles ihrer Verstandesüberlegung gemäß fordern oder gar nichts anerkennen. Besonders in der Sphäre der feinstofflichen Energien muss man jede Hypothese anzunehmen bereit sein. Nicht selten sind Wir über Prediger bekümmert, die mehr Menschen von der Wahrheit abbringen als zu ihr hinziehen. Man muss all seine Beobachtungsgabe anspannen, um zu erkennen, wie groß die Aufnahmefähigkeit des Gesprächspartners ist. Hierbei dürfen wir nicht vergessen, dass ein besonders wütender Verneiner sich augenblicklich in einen Anhänger verwandeln kann. Eine solch angespannte Verneinung wird manchmal als Öffnung eines Geschwürs bezeichnet. Doch wenn ihr jemandem begegnet, der Unsere Existenz leugnet, so rate Ich, nicht beharrlich zu sein – mögen die Früchte erst völlig reif werden. Der Denker sprach: ‘Man darf das menschliche Bewusstsein unmöglich zwingen. Wer nicht aufnehmen will, möge erst heranwachsen.’

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