Bruderschaft II, § 576

Urusvati weiß, dass der Zustand plötzlicher Erleuchtung bei den Ägyptern als ‘heiliger Schlaf’ und bei den Griechen als ‘göttliche Heimsuchung’ bezeichnet wurde; auch in Babylon kannte man die ‘Berührung durch einen unsichtbaren Fremden.’ Jedes Volk wollte auf seine Weise die Besonderheit, ja Außerordentlichkeit der plötzlichen Erleuchtung hervorheben, die eintritt, wenn der irdische Mensch die überirdischen Bereiche berührt. Die Menschen ältester Zeiten kannten diesen Zustand besser als die heutigen Menschen. Sie lebten in der Natur und waren nicht durch todbringende Fluida vergiftet. Dies ist jedoch hinreichend bekannt, hier möchte Ich über anderes sprechen. Unsere Zeitgenossen schätzen die Suggestion zu Recht und beginnen, sie mit Nutzen in der medizinischen Therapie und anderen Bereichen anzuwenden. Doch für Suggestion ist die Mitwirkung einer anderen Person erforderlich. Auch wenn es sich um eine sehr hochstehende Persönlichkeit handelt, wird sie dennoch gewisse individuelle Eigenheiten miteinbringen. In der Zukunft muss man zu der unmittelbaren Erleuchtung zurückkehren. Sogar die Delphischen Orakel mussten besondere Dämpfe einatmen, was für sie deshalb notwendig war, weil die Ankömmlinge ihre uranfängliche Energie außerordentlich belasteten. Die Evolution hat jedoch vorgesehen, dass die Menschen die Erleuchtung allein durch ein reines Bewusstsein erreichen sollen. Solche Bestrebung des Denkens gewährt eine Erleuchtung in ihrer natürlichen Bedeutung. Dies ist wiederum ein Hinweis über Unser inneres Leben. Nach Abschluss vieler Lebenserfahrungen wenden Wir Uns der natürlichsten Anwendung Unserer Energien zu. Die Synthese ist nicht einfach, doch führt sie zur natürlichsten Lösung. Der Denker lehrte: ‘Möge jeder versuchen, in sich die einfachste Lösung zu finden. Die Freunde werden nicht helfen können, wenn der Mensch in eigener Kraft vor die Überirdische Erhabenheit hintreten muss.’

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