Urusvati weiß, dass Zeit im irdischen Sinne in der Überirdischen Welt nicht existiert. Es gibt Fristen, die auf den unausweichlichen Folgen gegründet sind. Unter den zuverlässigsten Fällen plötzlicher Erleuchtung ist kein Hinweis auf das Vorhandensein irdischer Zeit zu finden. Ihr wisst bereits, dass überirdische Fristen dadurch charakterisiert sind, dass sie bei nebensächlichen irdischen Ereignissen scheinbar zufällig hinzutreten. Dieser Hinweis zeigt nur, dass die Überirdischen Welten den Verlauf der Ereignisse voraussehen, ohne aber auf die sogenannte Zeit einzugehen. Ein feinfühliges Bewusstsein kann die Anzeichen der hinzutretenden Ereignisse bemerken, im Gedächtnis behalten und durch sie auch das übrige klar erkennen. Der Mensch kann es auch in seinem eigenen irdischen Leben klar erkennen, dass Zeit gewissermaßen zu schwinden vermag. So kennt er keine Zeit, wenn er etwas sehr Wichtigem zustrebt. In der Überirdischen Welt herrscht jedoch gerade solch eine Anspannung vor. Wir können Uns in die Arbeit vertiefen und dabei die Zeit vernachlässigen. Nicht ohne Grund ist gesagt worden, dass bestrebte, konzentrierte Arbeit zu einem langen Leben verhilft. Sie lässt Harmonie entstehen. Sie erlaubt, überirdisches Wissen klar zu erkennen. Sie verleiht das Wissen über die logische und chemische Bedeutung der Ereignisse. Man muss es immer im Gedächtnis haben, dass jede Erscheinung von einem bestimmten Chemismus begleitet und unterstützt wird. Dies ist ein weiterer Aspekt Unseres inneren Lebens. Wir sind bestrebt, mit der Überirdischen Welt in Harmonie zu stehen. Auf die Zeit als solche legen Wir keinen Wert. Das Wesen der Ereignisse, ihr Verlauf und ihre Koordinierung besitzen hingegen ungewöhnliche Bedeutung. In zugänglicher Form teilen Wir die Bedeutung der Ereignisse mit. Man muss in allem das Wesenhafte erfühlen, da sich darin auch die Fähigkeit zu derjenigen Ruhe verbirgt, von der Wir bereits gesprochen haben. Der Denker lehrte: ‘Strebt dem Wesen der Dinge zu, in ihm wird die Gerechtigkeit des Weltalls offenbar.’