Urusvati weiß, dass Feinsinnigkeit anerzogen werden muss. Wenn Wir von einem hellhörigen Ohr sprechen, nehmen einige an, es handele sich um das physische Gehör. Ebenso meinen andere, Feinsinnigkeit sei eine natürliche Eigenschaft, weshalb es zwecklos sei zu versuchen, sie anzuerziehen. Natürlich ist Feinsinn eine angeborene Eigenschaft, doch hängt sie von der Reinheit des Bewusstseins ab. Selbst in den günstigsten Fällen muss sie entwickelt oder, besser gesagt, aus der Tiefe des Bewusstseins hervorgerufen werden. Vor allem muss der Wunsch vorhanden sein, Feinsinn hervorzurufen. Man muss sich eine angespannte psychische Aufmerksamkeit aneignen. Glauben wir nicht, dies sei leicht. Jeder wird in sich ganz individuelle Hindernisse finden. Den einen hindert Trägheit, den anderen Misstrauen, einen dritten das Gedränge des Lebens. Jeden hindert irgendetwas, doch die Willenskraft überwindet alles. Man darf auch nicht in Vorurteil verfallen, da der Mensch sonst etwas zu fühlen meint, was nicht sein kann. In ehrlicher Weise muss man das psychische Gehör vertiefen und Empfindungen auch der Wahrheit entsprechend bemerken. So können Erdbeben und kosmische Perturbationen eine ausgezeichnete Schulung der Feinsinnigkeit vermitteln. Desgleichen stellt auch die Wahrnehmung fremder Auren ein weites Beobachtungsfeld dar. Inmitten alltäglichster Lebensumstände kann man dieselben Möglichkeiten wie in den höchsten Laboratorien finden. Möge der Mensch alle Möglichkeiten zur Anwendung kommen lassen, denn jeder befindet sich unter kosmischem Einfluss. Der Denker lehrte: ‘Die überirdischen Welten senden uns feinste Gefühlsempfindungen. Lernen wir, sie aufzunehmen.’