Bruderschaft II, § 570

Urusvati weiß, dass ein verzögertes Karma zehnfach verstärkt wirkt. Der Mensch muss verstehen, wie sehr er die karmischen Folgen fördert. Er muss erkennen, wie wenig nützlich es ist, sich gedanklich in die Vergangenheit zu versenken. Besser, viel besser ist es, an kommende Taten zu denken. Mögen sie vollkommen sein, und möge dazu der stärkste Wunsch aufgebracht werden. Inmitten der Gedanken über eine bessere Zukunft wird ein bedeutender Teil von Karma überwunden. Die sogenannte Reue wird jedoch falsch ausgelegt. Sie wird als eine Art Trauer über das Vergangene verstanden, doch verhindert der Mensch damit sein eigenes Vorankommen. Ist es nicht besser, Unvollkommenheit durch etwas Vollkommeneres zu ersetzen? Ihr müsst oftmals andere Menschen davon überzeugen, dass es notwendig ist, an die Zukunft zu denken. Möge das Schiff in den Bestimmungshafen streben und nicht auf der Suche nach verlorener Ladung auf dem Ozean umherirren. Sie liegt bereits auf tiefem Meeresgrund, und das Schiff kann mit nutzloser Suche nur die Frist versäumen. Besser ist es, das Schiff verliert einen Teil seiner Ladung, als dass es nicht rechtzeitig den Zielhafen erreicht, wo es eine neue Bestimmung erfährt. Aus dem Leben lassen sich viele Beispiele anführen, in denen das Streben in die Zukunft die besten Früchte zeitigte. Dieses Streben ist nicht nur auf der Erde, sondern auch in der Feinstofflichen Welt nützlich. Wenn wir über das Überirdische nachdenken, möge auch gleichzeitig das Streben in die Zukunft in uns erwachen. So werden wir die richtige Einstellung zum Karmagesetz entfalten. Der Denker sorgte sich darum, dass Seine Schüler zu einem wahren Urteil über das sogenannte Schicksal gelangten. Er sprach: ‘Die Moiren werden euch nicht ergreifen, wenn ihr schnell seid und ihnen zuvorkommt.’

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