Urusvati weiß, dass ein Führer den freien Willen des Schülers nicht zwingen darf, die Führung jedoch gleichzeitig fortgesetzt werden muss. Diese Aufgabe ist selbst für einen erfahrenen Führer schwierig. Man kann sehen, dass ebensolche Schwierigkeiten in jedem Alltagsleben bestehen. Keine ausgeklügelte Methode, sondern das Klopfen des Herzens vermag die Konsonanz zu finden, die wiederum den Weg zur Vervollkommnung des freien Willens findet. Er kann erzogen werden, doch welche sanften Berührungen sind erforderlich, um ihn nicht zu reizen. Der Lehrer muss wissen, dass der Wille den kostbarsten offenbarten Sieg darstellt. Allein der Wille spürt die Annäherung an den Weg der Evolution. Man darf diese sich über den Verlauf vieler Existenzen entfaltende Blume nicht zertreten. Möge die äußerst verfeinerte Fürsorge um eine aufklärerische Bildung des Willens, ja gerade des Willens, bezeigt werden. Ich bestätige, dass nicht allein Bildung, sondern Aufklärung notwendig ist, wenn die Führung solch einen empfindlichen Apparat berührt, wie es der Wille ist, denn er ist mit der psychischen Energie verbunden. Er ist geradezu die Offenbarung des Vorwärtsstrebens. Er schwingt unaufhörlich und muss sich entwickeln. Der Verlust des Willens bedeutet Zersetzung. Ohne Willen vermag man unmöglich den Wellen des Chaos zu begegnen. Der Denker half Seinen Schülern, den Willen an den alltäglichsten Gegenständen anzuspannen. Er sprach: ‘Ein Bogen darf nicht ohne Übung bleiben, da er anderenfalls austrocknen und brechen wird.’