Bruderschaft II, § 560

Urusvati weiß, dass die psychische Energie sogar auf geringfügige atmosphärische Erscheinungen reagiert. Darüber hinaus ist diese Energie selbst überaus individuell ausgeprägt. Ihre Eigenschaften zu erkennen ist umso schwerer, als es keine Nomenklatur zur Bezeichnung ihrer Erscheinungen gibt. Es lässt sich verfolgen, dass die psychische Energie auf alles antwortet, was den Tatmenschen berührt. Man kann die unzusammenhängendsten, chaotischsten Worte vernehmen, die einem als sinnlos erscheinen mögen, doch wird jedes von ihnen mit einer direkten oder indirekten Beziehung ausgesprochen. Der Tatmensch selbst vermag seinen Apparat nicht zu verschließen, um gleichzeitig herantretenden fernen Rufen Einhalt zu gebieten, doch fühlt er, wenn etwas eine besondere Bedeutung besitzt. Nicht selten ist es schwierig zu bestimmen, wann das Gehörte besonders starke Bedeutung trägt, doch die Mitteilungen werden im Archiv des Bewusstseins zusammengesetzt. Mit der Zeit tauchen sie aus der Tiefe des Bewusstseins an die Oberfläche auf und bestätigen das Geschehen. So beobachten Wir all die unzählbaren Eigenschaften der psychischen Energie. Man kann sie unmöglich einem einfachen Gesetz unterordnen, doch liegt in der Mannigfaltigkeit der Erscheinungen dieser Energie ein besonderer Zauber. Die Freigebigkeit des Kosmos kommt in allen unwiederholbaren Erscheinungen zum Ausdruck, die der menschliche Verstand niemals erfassen wird. Dies hindert jedoch nicht daran, die Energie zu erforschen. Sie ist wie ein nie endendes Buch der Natur. Daher rufen Wir die gesamte Menschheit zur gemeinschaftlichen Erforschung der uranfänglichen Energie auf. Der Denker sah bereits voraus, dass der Mensch die Natur überwinden könne, wenn er verstünde, durch welches Tor man zu solcher Schlacht hinausgehen müsse.

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