Bruderschaft II, § 558

Urusvati weiß, wie vielfarbig der Agni Yoga ist. Das aufmerksame Auge vermag viele Farbabstufungen in der Flamme zu unterscheiden. Umgebungsbedingungen beeinflussen die Farbe der Flamme. Ebenso traten zu verschiedenen Zeiten besondere Notwendigkeiten für einen bestimmten Yoga auf. So kann man die würdevolle Größe des Raja Yoga sehen, man kann das lichte Strahlen des Bhakti Yoga feststellen und die Anspannung des Gnana Yoga, doch lässt sich auch die wichtigste Notwendigkeit des strahlenden Karma Yoga finden. Intensive Arbeit ist in den Tagen der Wirrnis der Menschheit unausweichlich. So werden wir inmitten der verschiedenen Farben des Agni Yoga den Stab des Karma Yoga finden. Auf dieser Grundlage wird die Menschheit Gerechtigkeit erfahren. Lasst uns nicht erstaunt sein, dass dem sehr strengen Karma Yoga nicht immer der Vorzug gegeben worden ist. Mitunter hat man ihn unter dem Eindruck der Größe und des Lächelns anderer Errungenschaften vergessen. Wir wissen, dass der Karma Yoga solche ungestümen Errungenschaften wie der Bhakti Yoga nicht zu geben vermag, doch wird intensive Arbeit der Rettungsanker des Planeten sein. Möge auch der Purpur des Raja Yoga majestätisch und das hellblaue Strahlen des Bhakti Yoga herrlich sein, doch nicht weniger herrlich sind das Dunkelblau und das Violett des Karma Yoga. Er hat gewissermaßen etwas von dem Purpur und ebenso eine Verdichtung des hellblauen Strahlens empfangen. Intensive Arbeit ist sowohl majestätisch erhaben als auch voller Liebe. So lasst uns in der Flamme jenes Yogas, welcher Agni Yoga genannt wird, die Farben der intensiven Arbeit erblicken. Es ist notwendig, dass der Mensch die Schönheit des Blühens der Arbeit tiefgreifend erkennt. Möge er auf die Arbeit nicht als etwas blicken, das ihm das tägliche Brot sichert, sondern die Rettung des Planeten. Gerade bewusste, intensive Arbeit schafft heilsame Emanationen, die in der Lage sind, mit den vergifteten niederen Schichten der Atmosphäre zu kämpfen. Wir beobachten die intensiv Arbeitenden. Unter ihnen treten wahre Karma Yogis in Erscheinung, doch können sie sich oftmals nicht als solche bezeichnen, da sie dieses Wort noch nie gehört haben. Unser Freund, Max Mustermann der Hunderttausendste, weiß nichts von diesem Wort, doch er kennt die Arbeit. Der Denker lehrte: ‘Keine Geschichtsschreibung vermag die wahren Arbeiter aufzuzählen. Ihr Verzeichnis wird jenseits der Wolken geführt.’

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