Bruderschaft II, § 552

Urusvati weiß, dass der Keim einer Krankheit von größerer Bedeutung ist als ihre Folgen. Wir warnen vor dem Keim, da es später unmöglich ist zu helfen. Der Keim jedoch lässt sich durch gedankliche Heilmaßnahmen sehr gut beeinflussen. Ich spreche hier von psychischen als auch von körperlichen Erkrankungen. Besonders nützlich ist es, wenn mehrere Gedanken in derselben Richtung vereinigt sind. Nicht selten vermutet der Erkrankte noch nicht einmal die Möglichkeit einer Erkrankung. Nützlich wäre es, wenn sein Bewusstsein offen wäre und er den wohltätigen Sendungen nicht entgegenwirkte. Daher ist es so notwendig, auf räumliche Sendungen zu hören. Man darf nicht der Scheinheiligkeit verfallen und sich etwas vorstellen, was nicht existiert, doch möge das Bewusstsein dennoch auf der Wacht stehen. Es ist traurig, beobachten zu müssen, dass die Menschen sich der Möglichkeit einer Hilfe erst dann erinnern, wenn sie bereits ohne Nutzen ist. Es gibt viele Beispiele, da Menschen hätten geheilt werden können, ihr Bewusstsein jedoch widerstrebte und die helfende Hand zurückstieß. Bisweilen unterstützen die Menschen, auch wenn sie mit den Gesetzen der psychischen Energie wenig vertraut sind, unbewusst nützliche Einflussnahmen. Wir freuen Uns, wenn ein Mensch auf den richtigen Weg gelangt, selbst wenn dies unbewusst geschieht. Solchen unbewusst vorgehenden Menschen muss man sich sehr vorsichtig nähern, da sie sich leicht abwenden könnten, doch eine sanfte freundschaftliche Berührung kann ihre versiegelte Schatzkammer öffnen. Dazu bedarf es nicht nur der Geduld, sondern auch einer großen Nachsicht. Diese Eigenschaft ist in allem hilfreich, ebenso bei der gedanklichen Heilung. Ein guter Arzt weiß, wie man sich um einen Kranken kümmern und ihm helfen muss. Der Denker suchte die Ärzte zu überzeugen, dass ihr Herz und Wille die besten Arzneien darstellten.

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