Bruderschaft II, § 551

Urusvati weiß, dass einige radikale Tatmenschen in rückschrittlicher Weise leben, was bedeutet, dass sie keine Tatmenschen, sondern zeitweise Schädlinge sind. Das persönliche Vorbild ist gefordert, wie in der Verbreitung der höheren Wahrheit, so auch in jeder beliebigen Alltagssituation. Wir können die Begriffe Geduld, Tapferkeit oder Barmherzigkeit aussprechen, wenn wir selbst die Kühnheit besitzen, diese Eigenschaften zu bekunden. Wir können in der Vergangenheit nachforschen, ob wir Helden oder Dulder gewesen sein könnten. Erst dann sind wir in der Lage, diese Grundlagen des irdischen Daseins auch in Worten zu bestätigen. Doch darf man sich bei den Nachforschungen in der Vergangenheit nicht allein auf irgendwelche großen Taten beschränken, die man für das ganze Volk vollbracht haben könnte. Ausgezeichnete Beweise lassen sich auch inmitten des Alltagslebens erbringen, und an jedem Tag können wir das innere Chaos überwinden und ein wildes Tier zähmen. Man muss jede herausragende Tat schätzen. Nicht nur die Heldentat für das Volk, sondern auch die äußerlich unbemerkbare Errungenschaft kann dazu dienen, beste Stufen zu ersteigen. Ich habe bereits davon gesprochen, dass es schwer ist zu beurteilen, wo die Grenze zwischen kleinen und großen Taten liegt. Wahrlich, die sogenannte kleine Tat ist in der Lage, die hervorragendsten Samenkörner zu legen. Wir wissen, wovon Wir sprechen. Die Menschen nennen solche Fortentwicklungen Prüfungen, doch ist es nicht besser, sie als Vervollkommnungen zu bezeichnen? Warum über Prüfungen jammern, wenn man in Vervollkommnung und Erfolg triumphieren kann! Der Denker bewegte Seine Schüler dazu, an jedem Tag in irgendeiner Angelegenheit erfolgreich zu sein.

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