Bruderschaft II, § 545

Urusvati weiß, dass manche einem derartigen Irrtum verfallen, Uns sogar der Selbstsucht zu bezichtigen. Ein solcher Irrtum beruht darauf, dass Wir, nach den Worten der Ankläger, nur dort helfen würden, wo es Uns von Vorteil sei. Überdies erwiesen Wir gerade solchen Menschen keine Hilfe, die sie zu erhalten wünschten. Und schließlich würden Wir nicht in derjenigen Weise helfen, wie die Menschen es sich vorstellten. Derartige Beschuldigungen werden nicht selten laut ausgesprochen, doch noch öfter gedanklich zum Ausdruck gebracht. Die Menschen wollen nicht begreifen, dass Hilfe nur auf der Grundlage kosmischer und karmischer Gesetze möglich ist. Ebensowenig wollen die Menschen anerkennen, dass eine harmonische Vereinigung ein bedeutendes Maß an Zeit für ihre Entwicklung und beiderseitiges Bestreben erfordert. Die Menschen schreien nach Hilfe, ohne sich die Mühe zu geben, ihr den Weg zu bereiten. Bei Krankheiten wendet man sich gewöhnlich erst dann an Uns, wenn der Organismus bereits in nicht wiedergutzumachender Weise gestört ist. Man muss all diese hinterlistigen und offenen Beschuldigungen in Bezug auf Uns grausame Faulpelze hören, die eben keinen Teil Ihrer unerschöpflichen Energie abgeben wollten. So flüstern auch Menschen, die von Uns wissen, sie hätten von Entsprechung und Angemessenheit gehört, doch sind diese Begriffe für sie abstrakt geblieben. Mitunter verursachen jene, die nichts von Uns wissen, weniger Schaden als diejenigen, die in unverantwortlicher Weise den Raum verseuchen. Die Lehre zeigt ausführlich auf, wie besonnen die Energie verteilt werden muss. Sie darf nicht in einer Weise verwendet werden, dass sie zum Schaden einer Vielzahl von Umständen gereichen könnte. So besitzt Unser inneres Leben viele Aspekte, die bei besonnener menschlicher Mitarbeit verbessert werden können. Der Denker bat Seine Schüler, zielgerichtet und zweckentsprechend zu handeln: ‘Lernt es, den Pfeil in die Mitte des Zieles zu schießen.’

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