Bruderschaft II, § 539

Urusvati weiß von vielen Warnungen und Unterweisungen, die der Menschheit gesandt worden sind. Vergleicht den Sinn der Lehren des Pythagoras mit den Briefen des Priesterkönigs Johannes, mit den Taten Saint Germains und den Mahatma-Briefen, und überall werdet ihr die Sorge um die Gesundung der Menschheit finden. Mögen die Unterweisungen auch in verschiedenen Sprachen gegeben worden sein und die Züge der zeitgenössischen Epochen tragen, so ist es doch aufschlussreich, die Grundlagen dieser Botschaften zu verfolgen. Die Menschen halten solche Schriften mitunter für unecht, es fällt jedoch nicht auf, dass ein einziger Gedanke über verschiedene Jahrhunderte hinweg lebte? Viele Botschaften werden bestimmten Personen zugeschrieben, doch in noch größerer Zahl existieren anonyme Schriften. Es lässt sich sehen, wie sie sich in verschiedenen Ländern verbreiteten und ihre Anhänger hatten. Man muss diese umfangreiche Literatur studieren, doch wurde sie bisher nicht gesammelt noch nach ihrem inneren Sinn zusammengestellt. Oftmals beklagen sich die Menschen, keine Führung zu haben. Nehmt jedoch nur Handschriften und Druckwerke aus den Regalen der Bibliotheken, um euch davon zu überzeugen, welche Vielzahl unbekannter Autoren an der Evolution der Menschheit gearbeitet hat. Vergessen wir nicht, dass einige dieser Tatmenschen mehrere Pseudonyme verwandten. Daher darf man die Arbeiten nicht nach Autoren sammeln, sondern nach ihrem inneren Wert. Wir legen keinen Wert auf Unsere Namen, da im Verlauf eines langen Lebens die Namen oft wechseln. Wir schätzen den Sinngehalt der Arbeit, messen jedoch der Frage, ob ein Name auf dem ersten oder zehnten Regal zu finden ist, keine Bedeutung bei. Vergessen wir auch nicht, wieviele Handschriften von den Händen unverhohlener Neider vernichtet wurden. Der Denker sprach: ‘Können wir davon überzeugt sein, dass unsere Schriften unter unserem Namen überdauern werden? Lasst uns darüber nicht erst nachdenken, da ein solches Denken nur Zeitvergeudung darstellt.’

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