Urusvati weiß, dass Nirwana eine äußerst hohe harmonische Anspannung der Energie darstellt. Paranirvana stellt eine noch höhere Anspannung dar. Die Menschen nehmen an, das Nirwana sei ihnen unerreichbar, und für Samadi sei eine langandauernde, körperliche und geistige Übung erforderlich. Vergessen wir jedoch nicht, dass der menschliche Organismus ein vollkommener Mikrokosmos ist, in dem alle möglichen Erscheinungen in Unbegrenztheit enthalten sind. Jeder Mensch kann Empfindungen von Nirwana und Samadi andeutungsweise wahrnehmen. Solche Andeutungen gehen jedoch so schnell vorüber, dass das irdische Bewusstsein sie nicht festzuhalten vermag. Dem Menschen mag es scheinen, als ob er grundlos das Bewusstsein verliere, von einem unerklärlichen Feuer ergriffen werde oder ihm das Körpergewicht schwinde. Solcher Erscheinungen gibt es viele, sie sind nur von einem erweiterten Bewusstsein bemerkbar, und allein besonders Auserwählte können den Vorgang klar zu erkennen. Unter den vielen wissenschaftlichen Errungenschaften wurde bisher die Bestätigung nicht ausgesprochen, dass jeder Mensch höheren Empfindungen teilhaftig werden könne, dafür jedoch den Geist rein erhalten müsse. Wer aber vermag geistige Reinigung zu erreichen? Man wird sagen: ‘Dazu muss man solch ein Denker sein, wie Anaxagoras, Platon oder Pythagoras es waren.’ Doch außer von Denkern ist die Welt auch von solchen Führern wie Perikles und Akbar bewegt worden. Sie hinterließen die Erinnerung an blühende Epochen. Neben Großmut und Barmherzigkeit bestätigten sie auch Standhaftigkeit, nachdem sie den Weg zur Rettung des Volkes erwählt hatten. Jeder kennt den Schuster Böhme und den Chemiker Wogan. Es wurden in allen Jahrhunderten viele Beispiele gegeben, damit die Menschen verstünden, dass geistige Reinigung unter jeglichen Umständen erreichbar ist. Auch jetzt gibt es auf der Erde Mitarbeiter der Evolution, auch wenn die Menschen nicht in der Lage sind, sie zu erkennen. Die Masse hat die mit den Händen schwer erarbeiteten Errungenschaften noch nie richtig erkannt. Auf der Erde sind sowohl die Hände als auch die Füße Mitarbeiter des Geistes. Die Träger der Evolution unterscheiden sich nicht durch königliche Kleidung, und so kennt man sie nicht. Allein die Resultate der Geschichte werden ihren Weg reinigen. Mögen die Menschen sich darüber freuen, dass auf der Erde immer Auserwählte wandeln, umso hoffnungsfreudiger wird der Glaube an die Schaffung der künftigen Welt sein. Selbst als der Denker der Sklaverei überantwortet wurde, sagte Er: ‘Welch herrlicher Beweis für die Mannigfaltigkeit der menschlichen Wege!’