Bruderschaft II, § 526

Urusvati weiß, wie oft bei Gedankensendungen nur vereinzelte Worte ankommen. Dafür gibt es einige Gründe, und sie liegen vor allem darin, dass nicht alle Worte mit der gleichen Kraft gesendet wurden. Überdies können kreuzende Ströme auftreten, die die Mitteilung abbrechen und sogar fremde Mitteilungen herantragen können. Solche Ströme können auch Schlaflosigkeit verursachen. Wenn die Menschen begreifen könnten, welche Stürme in ihrer Umgebung toben, so wären sie in all ihren Handlungen von Vorsicht erfüllt. Sie stellen es jedoch noch nicht einmal anheim, dass von ihnen gehörte Worte auch räumliche Bedeutung haben könnten. Solch schwere Einflüsse lassen sich besonders zu Zeiten irdischer Kriege bemerken. Schon dies eine sollte daran erinnern, in welchem Maße irdische und überirdische Zusammenstöße miteinander verbunden sind. Man muss sich dem inneren Gehör gegenüber sehr behutsam verhalten. Es können Anspannungen auftreten, welche die Ärzte irdischen Ursachen zuzuschreiben suchen, wobei sie übersehen, dass die überirdischen Ursachen hundertfach überwiegen. Die Menschen nehmen an, der Himmel sei leer, doch die Wissenschaft weiß bereits von der Fülle des Raumes. Ist dieses Axiom denn so schwer zu verstehen? Ihr habt Schreie von Entsetzen gehört, doch mitunter auch Ausrufe von Freude. Lautes Klagegeschrei des Entsetzens wird häufiger als anderes herbeigetragen, da die Menschen die meiste Energie in solche Ausdrucksformen fließen lassen, weniger jedoch in Formen der Freude. Jetzt, da ein unerhörtes Maß an Gräueln die Erde verfinstert, kann man die Ausstrahlungen der Kräfte von Verzweiflung beobachten. Die Gelehrten können zu der Schlussfolgerung gelangen, dass, wenn ein Schrei des Entsetzens den Raum so weit durchdringt, dies bedeutet, er sei von einer mächtigen Energie gesandt und gäbe überaus wahrnehmbare Strahlen ab. Es ist richtig zu denken, dass jedes menschliche Wort seine Aura besitzt und den Raum auf weite Entfernung hin durchdringt. Desgleichen kann man in Tagen der Verwirrung unvernünftige Menschen sehen, die ihr Leben fortsetzen, als ob nichts geschehen sei. Man darf sich über eine solche Unvernunft nicht wundern. Sie gleicht dem Verhalten von Menschen, die bei einer Feuersbrunst zu tanzen beginnen. Es ist nicht klug, in Verzweiflung zu fallen. Wir raten zur Ruhe, doch diese Ruhe ist voller Bewusstsein des Geschehens. Der Weise versteht, welche Taten zurzeit weltweiter Erschütterung angemessen sind. Ihr könnt bemerken, dass Wir in Tagen besonderer Anspannung das Wort ‘Harmagedon’ nicht aussprechen – die Papageien haben sich seiner bemächtigt. In allen Tonlagen zwitschern sie bedeutsame Worte und tanzen gleichzeitig auf einem Vulkan. Wir rufen: ‘Feuer, Feuer!’, doch nur wenige verstehen, welches Feuer in der Welt lodert und welche Anspannung herrscht. Der Denker lehrte: ‘Auch wenn jeder Augenblick die Zerstörung eines Himmelskörpers bringt, können solche Anspannungen auftreten, dass allein ein Chor von Übereinstimmung eine Katastrophe zu verhindern vermag.’

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