Urusvati weiß von der hohen Bedeutung der Tatbereitschaft. Wir haben von Hingabe, von Zweckmäßigkeit und Aufnahmevermögen gesprochen, doch für all diese Bekundungen ist wahre Bereitschaft erforderlich. Man muss diese Eigenschaft im Gedächtnis behalten, da sie schwer erreichbar ist. Die Menschen bilden sich ein, zur Tat bereit zu sein, erweisen sich jedoch in der letzten Stunde als von unterschiedlichsten Zweifeln und Selbstmitleid heftig ergriffen. Indessen erfordert gerade Bereitschaft ein Anwachsen der Energie. Ein im Lauf zum Sprung ansetzender Mensch verfällt nicht der Kraftlosigkeit, sondern sammelt, während er Anlauf nimmt, allergrößte Energie. Dieses Beispiel lasst uns auf jede Tat beziehen. Mögen die Menschen anhand historischer Beispiele erkennen, wieviele strahlendste Taten durch Zweifel, die in der letzten Stunde auftraten, zunichte gemacht wurden. Lasst uns nicht vergessen, dass die niederen Kräfte des Menschen jegliche Tätigkeit hassen, und umso mehr wird jede nützliche Tat den Schlägen der Finsternis ausgesetzt sein. Die Finsteren wählen dafür den letzten Moment aus, um eine furchtlose Entschlossenheit zu unterbinden. Der Lehrer muss mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die Tapferkeit sich in Harmonie mit Bereitschaft entwickeln muss. Kann man sich eine leblose Tapferkeit vorstellen, der es an Bereitschaft mangelt und die dafür fortwährend Rechtfertigungen mit nichtigsten Alltagsumständen sucht? So behaltet es im Gedächtnis, dass die besten Kräfte mit euch sein werden, wenn ihr Bereitschaft in vollem Maße bekundet. Der Denker sprach: ‘Lasst uns Tag und Nacht bereit sein, dann schwindet auch die Finsternis.’