Bruderschaft II, § 493

Urusvati weiß, dass die Menschen das Gefühl der Einsamkeit besonders fürchten, welches selbst keine Angst, sondern eine eigene bedrückende Empfindung darstellt. Dies ist für den Menschen, der weder von der Feinstofflichen Welt noch von der Fortdauer der Lebenskette weiß, völlig natürlich. Doch mitunter tritt genau dasselbe Gefühl auch bei denjenigen auf, die mit den Daseinsgrundlagen vertraut sind. Die Ursachen solch einer schwer zu überwindenden Empfindung sollen aufgezeigt werden. Es ist zu vermuten, dass unliebsame Wesenheiten Einfluss nehmen wollen, wie auch Vorahnungen einen solchen Zustand der Niedergeschlagenheit hervorzurufen vermögen. Doch außer solchen unzweifelhaft möglichen Ursachen können auch kosmische Einwirkungen auftreten. Der Chemismus schwerer Ströme vermag den Menschen einzuhüllen und gleichsam einen Zustand der Isolierung zu schaffen, in dem der Mensch Einsamkeit empfindet. Jedem aber ist ein Heilmittel gegeben. Er kann jede beliebige Einwirkung zerstreuen, indem er sich gedanklich an Freunde wendet. Der Mensch hat nicht nur auf der Erde Freunde, er kann auch aus der Feinstofflichen Welt treue Mitarbeitende herbeirufen. Überdies ist es möglich, dass er von Uns weiß, denn Hinwendung zu Uns wird nicht erfolglos bleiben. Er kann eine Antwort in zwar unerwarteter Form auslösen, doch der bedrückende Chemismus wird sich zerstreuen. Es stehen viele wissenschaftliche Entdeckungen bevor, doch wird die Erkenntnis der Daseinsgrundlagen nichtsdestoweniger die Grundbedingung dafür sein. So habt ihr bemerkt, dass die Gedankenübertragung auf Entfernung im wissenschaftlichen Bereich wenig vorankommt, weil die Anerkennung der Daseinsgrundlagen und überirdisches Fühlen dafür nicht ausreichend berücksichtigt sind. Der Denker bedauerte Menschen, die nicht nur das Leben, sondern auch den Gedanken verkürzen.

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