Urusvati weiß, dass ohne überirdisches Empfinden das Leben nicht umgestaltet werden kann. Ohne Vorstellungsvermögen kann keine Arbeit auf eine höhere Stufe geführt werden. Achtet auf das treffende Wort ‘Vorstellungskraft.’ Sie ist keine Phantasterei, noch ist sie verschlagene Ausflucht. Sie ist das Auffinden höherer Bilder, die Realisierung hoher Begriffe. Vorstellungskraft ist immer real und wahr. Es ist nicht darstellbar, wo diese Wahrheit wohnt, doch sie existiert. Glaubt nicht, dass echte Vorstellungskraft im Bösen möglich wäre; erforderlich ist gutes Bestreben. Jedes Böse schafft verzerrte Formen. Ein Kaleidoskop erfordert harmonische Bewegungen, und so bedarf die Schau höherer Bilder eines offenen Herzens. Jede Verdunkelung ruft verzerrte Vorstellungen hervor. Wiederum wird sichtbar, wie sehr die physischen Gesetze mit psychischen Grundlagen verbunden sind. Selbst die höchsten Erkenntnisse können hier empfangen werden, und dies oftmals inmitten größter Not. Nicht selten sinnen Reiche darüber nach, wofür ihre Opferhilfe erleichternd wirken solle. Sie gehen davon aus, dass ein Opfer nur finanzieller Art sein könne, vergessen jedoch, dass ihnen ein herrlicher Auftrag anvertraut ist – Geld zu besitzen und dieses mit hohen Aufgaben zu verbinden. Dafür aber bedarf es des Vorstellungsvermögens. Gibt es viele, die danach streben, diese Eigenschaft in sich zu vervollkommnen? Der Denker lehrte: ‘Jedem Menschen ist es gegeben, in die göttlichen Prunkgemächer zu blicken, doch möge das Auge daran gewöhnt werden, den strahlenden Glanz des Himmels zu schauen und das gesamte Leben des Raumes zu erkennen. Wem der Himmel leer erscheint, der hat ein leeres Herz.’