Urusvati weiß, dass die Erziehung des Denkens ununterbrochen fortschreiten muss. Jeder vermag sich den entsetzlichen Zustand vorzustellen, wenn einem übelgesonnenen Menschen Gedankenkraft zufiele. Ethische Bildung muss daher dem Studium des Denkens vorangehen. Man darf sich keinesfalls auf äußere Verfahren zur Erkenntnis der Gedankenkraft beschränken, da anderenfalls böse Hexenmeister geschaffen werden. Vor langer Zeit trafen die Lehrer Vorsorge, dass ein böser Mensch zu Yogaübungen nicht zugelassen würde. Als sich später die Sitten vergröberten, traten Menschen auf, die sich einige äußere Methoden angeeignet hatten, ohne sich vorher um die Reinigung ihres Bewusstseins bemüht zu haben. Natürlich bedarf auch die Bewusstseinsreinigung einer Gedankenkonzentration, doch verläuft solches Denken innerlich und ohne äußeren Anstoß. Die Menschen verstehen es nur wenig, dass man einen sauberen Gegenstand nicht mit schmutzigen Händen ergreifen darf. Man sollte meinen, dass solche Bedingung jedem einsehbar wäre, doch wird sie im Leben nur selten beachtet. Die Menschen überlegen gar nicht, ob ihre Hände schmutzig sind und können deshalb schädlichste Chemismen schaffen. Sie verstecken sich hinter laut tönenden Bezeichnungen, tragen jedoch in ihrem Inneren heimlich niedere Absichten. Wieviel Missbrauch wird vollzogen! Es müssen äußerst besonnene Maßnahmen ergriffen werden, damit Machtmöglichkeiten nicht in die Hände von vorsätzlichen Verbrechern gelangen. Denkt darüber nach, wie sehr auch Unsere Arbeiten getrübt werden, wenn Menschen eindringen, die sich einige Yogamethoden mit schlechten Beweggründen angeeignet haben. Der Denker verfügte: ‘Lasst uns zuerst das Gute verstehen, um es danach erst auf gedanklichem Wege in die Welt zu senden.’