Urusvati weiß, dass man nur mit einer klaren Vorstellung vom zukünftigen Leben die irdische Existenz umgestalten kann. Einige fürchten die Zukunft und schwächen sich dadurch, andere erklären sich die Feinstoffliche Welt auf ihre Weise und schaffen dadurch falsche Bilder; dritte schließlich benehmen sich wie wahrhaftige Leichname und denken an nichts anderes als an die Marktpreise. Doch niemand versteht, dass sogar ein Alter von Jahrhunderten nur einen Augenblick in der Unbegrenztheit darstellt. Das Denken über die Zukunft erfolgt auf dreierlei Art. Die erste wird dergestalt sein, dass ein Mensch seine Gedanken in Worte zu fassen vermag. Die zweite Denkweise ist bereits nicht mehr in Worte zu kleiden und gleicht den Wellen des Ozeans. Der Mensch wird von den Gezeiten erschüttert, und ihm scheint es, als ob er ein von den Wellen fortgetragenes Bild vergesse. Die dritte Denkweise schließlich ist die tiefgründigste, weder in Worten noch in Bildern auszudrücken, und nur die psychische Energie und das Sonnengeflecht erinnern an das, was sich vollzogen hat. So stellt sich der Mensch die Zukunft also auf dreierlei Weise vor. Solche Vorstellung ist dem Auswerfen eines Ankers in gewissem Sinne ähnlich – das Schiff wird an sicherem Anker hinaufgezogen. Auf die gleiche Weise wird der kluge Denker sich auf das gewünschte Ziel ausrichten. Der Weise weiß, worin er sich zum besten Nutzen äußern kann. Nur ein Dummkopf kann von vergänglichem Flitter träumen. Sogar jene, die in der Vergangenheit hohe Stellungen einnahmen, werden sich nicht von Äußerlichkeiten hinreißen lassen, sondern an die Würde der Arbeit denken. Man muss sich dazu erziehen, an die Zukunft zu denken, sich dabei rechtzeitig vorzubereiten, unverzüglich auf ferne Reisen gehen zu können und gleichzeitig zur Gänze den irdischen Aufgaben zu entsprechen. Dieses wird ein zweckmäßiges Gleichgewicht sein. Viele Male haben Wir an die Zweckmäßigkeit erinnert, und man muss sich daran gewöhnen, dass diese Eigenschaft in allen Lebensbereichen erforderlich ist. Wir erinnern erneut daran, da Wir wissen, wie falsch dieser Begriff von den Menschen aufgefasst wird. Sie meinen, Zweckmäßigkeit müsse in gewissen besonderen Fällen angewandt werden. Es muss jedoch nicht nur einmal wiederholt werden, dass jede Daseinserscheinung eine Folge vieler Ursachen ist. Die Unterscheidung in geringe und große Taten ist illusorisch. Ihre Bewertung erweist sich nicht jetzt; der Weise erinnert sich der wichtigen Momente seiner Wanderung und wendet sie zweckentsprechend auf das zukünftige Leben an. Er weiß, dass das Gute unerschöpflich ist, das Böse aber endlich. Ihr habt bemerkt, dass Wir mitunter eine böse Erscheinung nicht durchbohren. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen muss manchmal die Tactica adversa angewandt werden, zum anderen ist das Böse ohnehin endlich. Die Übeltäter können nicht ohne Ende vom Bösen leben, und man kann sich vorstellen, welch abstoßenden Anblick die Übeltäter darbieten, die sich selbst vernichten; Ich spreche hier von irdischen Handlungen. Der Denker bewegte die Schüler, auf das Gute zu bauen. Er sprach: ‘Das Gute ist unerschöpflich, begrenzt jedoch das Böse.’