Urusvati weiß, dass sich der freie Wille in den höheren Sphären zur Zusammenarbeit mit dem kosmischen Gedanken wandelt. Die Menschen verstehen diesen Vorgang nur sehr schwer. Einige glauben, der freie Wille würde niedergehalten, andere nehmen an, er würde absorbiert. Die Auffassungen sind vielfältig, doch überaus selten kann man von einem Verständnis der Harmonie hören, in der die Macht des Denkens sich festigt. Es kann dort weder Versklavung noch Zwang geben, sondern nur erfolgreiches Voranschreiten in Unbegrenztheit. Ebensowenig nehmen die Menschen die Tatsache an, dass der freie Wille auch in der Feinstofflichen Welt existiert. Sie möchten nicht anerkennen, dass die Feinstoffliche Welt der grobstofflichen gleicht, nur andere Dimensionen aufweist. Wer sich bereits im irdischen Leben Disziplin angeeignet und eine Vorstellung von Harmonie hat, vermag diese Errungenschaften in der Feinstofflichen Welt gleich nach der Ankunft anzuwenden. Ein solches Verstehen wird mit ‘Flügel des Heils’ bezeichnet, da es ein rasches Voranschreiten erlaubt. Doch nicht oft versehen die Menschen sich im irdischen Leben mit solchen Flügeln. Gewöhnlich gehen sie mit einem ungezügelten Willen und ungesättigten Wunschvorstellungen hinüber. Die Menschen bereiten sich im irdischen Leben gedanklich nicht auf einen weiteren Weg vor. Sie geben sich mit fremden Formeln zufrieden, die im Laufe der Zeit versteinern, und weder in der Familie noch in der Schule wird über das zukünftige Leben gesprochen. Im Gegenteil, solch ein Gespräch würde als unzulässig erscheinen. Die Familienmitglieder halten es nicht für möglich, über den Übergang in die Feinstoffliche Welt zu sprechen, und in den Schulen würde solch ein Thema zur Entlassung des Lehrers gereichen. So ziehen die Menschen es infolge von Unwissenheit und Scheinheiligkeit vor, in der Finsternis zu verbleiben. Es gibt nicht viele, die fähig sind, über die hohe Bestimmung des Menschen zu sprechen. Schon von den ersten irdischen Lebenstagen an muss der Mensch unter dem Druck der ihn umgebenden Lebensweise seine feinstofflichen Lichtfunken vergessen. Man kann sich leicht vorstellen, wie das Leben umgestaltet würde, wenn ein rechtes Verständnis der Daseinsaufgabe herrschte. Wieviele scheinbar unlösbare Probleme werden leicht zu lösen sein, wenn die Menschen verstehen, wohin sie streben müssen. Der Denker wies darauf hin, wie lange die Menschheit in der Finsternis umherirren werde, statt den Sinn des Daseins zu erkennen.