Urusvati weiß, dass die Menschen verschiedene Maßnahmen zur Wahrung des Gedächtnisses ergreifen. Sie haben dazu eine besondere Wissenschaft erfunden, die Gedächtniskunst. Sie teilen das Gedächtnis in viele verschiedene Arten auf und schlagen vor, viel auswendig zu lernen, wie um die Stärke von Gehirnmuskeln zu entwickeln. Dabei vergessen sie jedoch das Wichtigste, welches das Bewusstsein des Menschen völlig umgestaltet: Sie vergessen, dass das unablässige Denken an das Allerliebste sich als das sicherste Mittel erweist. Es besteht keine Notwendigkeit, das Bewusstsein mit unbedeutenden Fakten zu belasten; vor allem nötig ist, an das Wichtigste zu denken, welches sich der Mensch als leitenden Begriff erwählt hat. Wenn der Mensch sich angewöhnt, beständig an sein eigentliches Bestreben zu denken, wird sich bei ihm die beste Art von Gedächtnis entwickeln, welches Wir als Gedächtnis der Synthese bezeichnen. Solche Konzentration verfeinert und schärft auch die Nervenzentren. Dieser Rat scheint sehr einfach zu sein, man braucht sich also nur zu konzentrieren. Nur muss man zuallererst imstande sein, auch den Gegenstand der Konzentration auszuwählen. Man kann Unsere Schwester nennen, die in sich das unerschütterliche Gedenken an das Allerliebste trägt, was heißt, dass solche Errungenschaft auch inmitten irdischer Wirren möglich ist. Mögen die Menschen daran denken, dass ein sicherer Anker das Schiff selbst im Sturm zu halten vermag. Niemand zwinge zu solcher Konzentration, die menschliche Natur selbst lenkt zu dem zuverlässigsten Mittel. Der Denker dachte unablässig an die von Ihm erwählte Muse. Er verbarg es nicht, dass Er in Tagen der Erschütterung dank Jener feststand, die Ihm Stütze war.