Urusvati weiß, dass jedes Ereignis sich als Glied einer langen Kette von Ursachen und Wirkungen erweist. Gewöhnlich wird unter dem Begriff Ereignis etwas vom irdischen Standpunkt aus Wichtiges verstanden, doch jede Alltagserscheinung unterliegt genau demselben Gesetz. Wer vermag zu entscheiden, wo sich die Entstehung eines großen Ereignisses vollzieht? Ein erweitertes Bewusstsein hilft beim Rückblick, um die Quellen der Ereignisse zu erkennen. Solch ein Gefühlswissen muss man sich zu eigen machen, um den Weg der Ereignisse nicht mittels Vorurteilen, sondern mit dem sich rasch vermittelnden Gefühl zu erfassen. Es ist nicht möglich, dass die Menschen lange über die Entstehung jeder Daseinserscheinung nachdenken, doch den Lebensweg muss man erkennen. Nur in dieser klaren Erkenntnis der Quellen stellt sich auch eine natürliche Vorausschau ein. Solche Glieder einer bereits geschmiedeten Kette muss man vorherzusehen lernen. Ich spreche nicht von Hellsichtigkeit, die erst wenigen eigen ist, sondern habe eine natürliche Vorausschau im Blick, die sich auf nahe wie ferne Ursachen gründet. Möge man jedoch nicht denken, dass sich diese natürliche Vorausschau leicht erlangen ließe, doch das Licht erlaubt es, zurück- wie vorauszuschauen. Der vergangene Weg ist bereits durch viele Merkmale bekannt, der zukünftige jedoch kann völlig unbekannte Umrisse aufweisen, und wie soll der Wanderer sich in ihnen zurechtfinden? Wir haben nicht nur einmal von dem natürlichen Gefühlswissen gesprochen. Möge die Verbindung mit Uns solch ein natürliches Vorgehen unterstützen. In einer solchen Bewegung möge auch klar werden, dass manche Alltagserscheinungen weitaus bedeutsamer als sogenannte Ereignisse von Weltbedeutung sind. Der Denker wies darauf hin, dass jeder Mensch ein Beweger bemerkenswerter Ereignisse ist, doch selten solche Momente erkennt.