Bruderschaft II, § 428

Urusvati weiß, dass ein Schriftsteller, der historische Berichte über Unsere Bruderschaft sammelt, damit eine dringende Aufgabe erfüllt. Möge er sich mit ihrer Vollendung nicht beeilen, da viele Angaben unerwartet auftauchen. Ebenso möge er auch dichterische Aufbereitungen, die sich um Unsere Türme aufgeschichtet haben, sammeln, jedoch in gesonderten, eigenen Abschnitten. Solches legendenhafte Material muss jedoch auch aufgezeichnet werden. Die Menschen werden froh sein, erfahren zu können, welche Wandlungen dieser Begriff in den verschiedenen Kulturen erfahren hat. Auch die Lieder verschiedener Völker werden eine Erinnerung an den geheimnisvollen Ort darstellen, dem Wanderer in den unterschiedlichsten Gewändern zustrebten. Jedes Prinzip, das viele Jahrhunderte genährt hat, sollte wissenschaftlich erforscht werden. Außer gedruckten Quellen müssen natürlich auch mündliche Überlieferungen gesammelt werden. Es wird überaus aufschlussreich sein zu erforschen, auf welche Weise dieser Begriff sich in den Vorstellungen verschiedener Völker gewandelt hat. Nicht selten wünschen die Völker, die weltweit wirkenden Tatmenschen in den Gewändern ihres eigenen Landes zu sehen, und diese Verkörperung gibt dem gesamten Antlitz eines solchen Tatmenschen in der Volksvorstellung einen besonderen Charakter. So rufen Wir die Gelehrten auf, eine Beschreibung der Bruderschaft zu geben, jeder auf seine Weise. Darunter werden auch einige sehr ablehnende Beschreibungen sein, doch vergessen wir nicht, dass in bestimmten Verneinungen eine besondere Bestätigung enthalten ist. Diese Wahrheit möge die Forscher darin unterstützen, unterschiedliches Material zu sammeln. Ihr habt euch davon überzeugen können, dass eine verfolgte Wahrheit herrlich erblüht. Man kann sie unmöglich mit leeren, herbeigesuchten Worten vernichten. Die Menschen führen jede Wahrheit in eine Heldentat über. So rufen Wir die Forscher auf. Der Denker rief gleichfalls dazu auf, die Überlieferungen zu erforschen.

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