Bruderschaft II, § 420

Urusvati weiß, dass jeder unwillkürliche Hüllenwechsel freudig begrüßt werden sollte, wenigstens aus Wissbegier. Der Mensch kann sich voller Hoffnung auf eine Seereise begeben. Es ist nützlich, Reisen zu lieben und in sich das Gefühl der Beweglichkeit zu entwickeln. Gerade dieses Gefühl ist auch nützlich für die Feinstoffliche Welt, denn auch dort kann man der geistigen Unbeweglichkeit verfallen. Wie aber sollte man dann in die höheren Sphären streben? Dieses Streben indessen darf die Bewohner der Feinstofflichen Welt um der Vervollkommnung willen nicht verlassen. So könnten sie die nicht leichte Arbeit einer Annäherung an die irdische Sphäre übernehmen, um dem Gemeinwohl zu dienen. Die Menschen auf der Erde können sich nicht vorstellen, wie schwer es ist, sich ihrer Sphäre zu nähern. Sie wundern sich, dass solche Begegnungen selten stattfinden, ohne aber zu bemerken, wieviele lehrreiche Zeichen sich in ihrem Umkreis ereignen. Sie gehen davon aus, dass Ton und Farbe in der Lage sind, bestimmte Empfindungen zu erzeugen, was auch richtig ist, doch gibt es eine Vielzahl feinster Töne und Farben, die noch intensiver wirken, ohne dass das irdische Bewusstsein sie wahrnähme. So sollte die Menschheit sich bewusst zur Wahrnehmung des Feinstofflichen erziehen. Solche Erziehung des Willens wird sich in der Feinstofflichen Welt als nützlich erweisen. Man darf den Gedanken, dass jeder Bewohner der Feinstofflichen Welt auch den irdischen Mitbrüdern helfen muss, nicht ablehnen. Solch wohltätiges Schaffen wird der beste Beweis der Beweglichkeit sein. Lasst uns lernen, unter jeglichen Umständen an die Hilfe für die Brüder zu denken. Wir brauchen nicht zu meinen, dass wir von bestimmten Schichten für immer Abschied nehmen werden. Wo Not herrscht, können wir auch Hilfe erweisen, doch sollte niemand denken, dass etwas unter seiner Würde sei. Wir dienen der Menschheit, Wir lieben die Menschheit. Viele Tatmenschen verlassen die irdischen Sphären nicht, um inmitten der Nöte zu arbeiten. Der Denker sprach: ‘Unsichtbare Freunde, wie sollen wir Euch unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen?’

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