Bruderschaft II, § 421

Urusvati weiß, dass es sogenannte ‘Verschlinger der Luft’ gibt, doch kann es auch Menschen geben, die psychische Energie oder räumliche Ströme gierig in sich aufsaugen. Für ein solches Ungleichgewicht gibt es viele Ursachen, wie atmosphärische, atavistische oder karmische Gründe. Solche Menschen können aufgrund ihrer Gewohnheiten auch einem übermäßigen Einfluss von außen erliegen. Schon vor langer Zeit haben die Menschen nach Verfahren gesucht, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Eines dieser alten Verfahren ist das Prana-Yama. Durch rhythmische Übungen konnte man das Gleichgewicht wiederfinden, das einen vor einem Übermaß an Wahrnehmung schützt. Nichts kann zerstörerischer sein als ein Übermaß an Energie in sich aufzusaugen. Gewöhnlich legt der Mensch sich keine Rechenschaft darüber ab, wenn er ein Übermaß an Energie in sich aufsaugt. Solche Menschen kommen unter bestimmten Verhältnissen in die Nähe von Vampiren. Es ist nicht leicht, sie zu heilen, da sie ihre Krankheit nicht als solche erkennen, doch ist ein solcher Zustand bereits eine Krankheit und kann auch ansteckend sein. Er beginnt derart unmerklich, dass der Betroffene selbst und die ihm Nahestehenden es nicht erkennen. Der Mensch wird nicht offenkundig zu einem Verschlinger. Mitunter erfährt er Schmerzen, doch genauso kann er Anstürme von psychischer Energie erleben. Solch ein Zustand erlaubt es dem Menschen, Einfluss auf die Umgebung zu nehmen. Man kann nicht sagen, dass solcher Zustand immer schädlich wäre, doch die Grenze zwischen rechter Macht und einem Übermaß an Anspannung ist fein. Der Denker sorgte sich um das Gleichgewicht aller Kräfte des Menschen. Er sprach: ‘Möge das goldene Maß die erforderliche Macht bestimmen.’

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