Urusvati weiß, wie wenig die Menschen es vermögen, sich auf gedanklichem Wege den höheren Sphären zuzuwenden und Gespräche zu führen. Als Hilfe wurden ihnen in verschiedenen Jahrhunderten fertiggefasste Worte vorgeschlagen. Viele von diesen verloren im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Bedeutung und wurden von Menschen wiederholt, die nur wenig verstanden. Man könnte Uns daher fragen, in welcher Sprache und in welchen Ausdrucksformen man sich den höheren Sphären zuwenden solle. Wir sagen: In jeder beliebigen Sprache. Am besten in der Muttersprache, da sie das Denken leichter zum Ausdruck bringt. Ebenso möge die Denkweise ganz individuell sein. Wozu fremde, auswendig gelernte Worte, wenn der Mensch seine Gefühle frei äußern kann? Untereinander gebrauchen die Menschen selten fremde Zitate. Genauso können sie sich auch dem Höchsten in der ihnen eigenen Art zuwenden. Mögen die Menschen verstehen, dass selbst die höchsten Bewusstseine keiner Zuwendung in bestimmter Weise bedürfen. Mögen die Menschen nach sich selbst urteilen. Kann man sich ihnen mit auswendig gelernten Versen zuwenden, wenn ihnen doch menschliche, herzliche Zuwendung näher wäre? In allem muss man den allerherzlichsten Ausdruck finden, ohne sich zu schämen, denn die einfachsten Worte werden immer die am leichtesten verständlichen sein. Wir bemühen Uns um diese Einfachheit. Sehr komplizierte Erlebnisse sind unmöglich in Worte zu fassen, doch dann kommt eine unaussprechliche gedankliche Sendung zu Hilfe. Der Denker sprach: ‘Wenn ich mein Gefühl nicht in Worten zu äußern vermag, sage ich ein Wort des Dankes, da ich überzeugt bin, dass die Hilfe bereits erwiesen wurde.’