Bruderschaft II, § 41

Urusvati kann den feindlichen Strömen widerstehen. Diese Fähigkeit tritt nicht in prägnanter Weise ohne Veranlassungen und Aufspeicherungen hervor. Vor allem muss man die Überirdische Welt kennen, ohne sich von der Erde zu entfernen. Die Ströme können auf verschiedenste Art in Erscheinung treten. Es können psychische Einflüsse sein, es kann sich um ungewöhnliche Erkrankungen handeln, und schließlich können sich alltägliche Komplikationen ergeben, die eine weise Entscheidung erfordern. So muss man sich Unterscheidungsfähigkeit in allen Bereichen aneignen. Es ist notwendig zu verstehen, wie die räumlichen Ströme die Psychologie ganzer Völker beeinflussen, wie die Ströme neue Arten von Krankheiten hervorrufen und wie höchst betrübliche Lebenserscheinungen ebenso die Folge feindlicher Ströme sein werden. Im Erkennen der Ströme darf man nicht zu einem scheinheiligen, feigen oder abergläubischen Menschen werden. Jedes Schwanken liefert den Menschen schon der Gewalt des Wirbels des Chaos aus. Wir begrüßen ein Gleichgewicht, das im irdischen Leben durch vielgestaltige Erfahrung erworben wurde. In dieser fortschreitenden Bewegung wird man selbst vom Karma nicht eingeholt. Ein Denken, das die Wechselbeziehung der Welten begriffen hat, schöpft aus ihnen bereits seine Macht. Jeder Mitarbeiter der Bruderschaft tritt in enge Berührung mit der Feinstofflichen Welt. Wir verfügen dort über ganze Festungen. Ihr kennt bereits deren Bezeichnungen und habt schon von einem wundersamen Baum sowie von aus Gedanken geschaffenen Bauwerken gehört. Man muss besonders scharf und klar diese Gegebenheiten erkennen, um nach Dokiud gelangen zu können. Nur ein durch keinen Zweifel gehemmtes Denken kann zu Unseren Überirdischen Wohnstätten führen. Diese Wohnstätte im Himalaya befindet sich in immerwährender Verbindung mit der Feinstofflichen Welt, und auch die irdische Schlacht dröhnt unter dem gleichen Donner wie jene der Feinstofflichen Welt. Die Menschen wollen diese Wechselbeziehung nicht verstehen, daher erscheint Harmagedon für sie nur ein irdischer Konflikt der Völker zu sein. Der hauptsächliche Wirkungsbereich des Harmagedon wird immer noch nicht zur Kenntnis genommen. Wie aber könnte man an etwas teilhaben, wenn nur ein kleiner Teil der Geschehnisse bekannt ist? Wir bekräftigen, dass die Schlacht in der Feinstofflichen Welt bei weitem heftiger tobt als auf der Erde. Tatsächlich widerhallt ein Großteil der räumlichen Schlacht auf der Erde. Oft versucht die Erde, die Menschen vor der drohenden Gefahr zu warnen, doch vergeblich. Einer Unserer Brüder sagte: ‘Lasst Uns nochmals zu den Menschen sprechen; doch es ist schwer, zu Tauben zu sprechen.’ So wird die Warnung ein Wort der Gerechtigkeit und des Mitgefühls sein. Ihr habt des öfteren eine unverständliche Schläfrigkeit bemerkt. Sie zeugt von einer Teilnahme der Energie an irdischen, weit entfernten Erfordernissen, oder sie zeugt von einer Mitarbeit mit den Kräften der Feinstofflichen Welt. Man muss die Belange des Organismus aufmerksam verfolgen. Man darf nicht an Zufall denken, wenn sich etwas Bedeutungsvolles vollzieht. So kann man aus Unwissenheit sogar Unsere Rufe unbeachtet lassen. Große Freude herrscht jedoch, wenn nicht nur die Bruderschaft erkannt wird, sondern auch die Verbindung mit der Feinstofflichen Welt.

‹ § 40 · Inhaltsverzeichnis · § 42 ›