Bruderschaft II, § 408

Urusvati weiß, weshalb sogar aus klarsten Träumen nicht alle Einzelheiten erinnert werden können. Selbst intensivste feinstoffliche Erlebnisse können keinen Eingang in die irdische Wirklichkeit finden. Die Ursache liegt nicht darin, dass das Gedächtnis solche besonderen Eindrücke nicht zu behalten vermag, sondern in der vollkommenen Unterschiedlichkeit der Natur der irdischen und der Feinstofflichen Welt. Wundern wir uns nicht, dass wir durch den irdischen Leib derart begrenzt sind. Der physische Körper kann die in der Feinstofflichen Welt oftmals herrschende Anspannung unmöglich ertragen. Ungeachtet der feinstofflichen Struktur der Bewohner in der Feinstofflichen Welt befinden sie sich in der Atmosphäre feinstofflicher Energien ganz ausgezeichnet. Jene Kraft, die den irdischen Körper zu zerstören vermag, wird den feinstofflichen Körper stärken. Daran muss erinnert werden, da es für die Menschen schwer vorstellbar ist, wie unterschiedlich die Natur dieser beiden Welten sich gestaltet. Materialisierungsversuche haben gezeigt, dass irdische Maßstäbe für die Feinstoffliche Welt unzureichend sind. Unter den Ursachen wird oft und zu Recht auf eine Disharmonie der Anwesenden hingewiesen, doch daneben muss man auch atmosphärische Ströme in Betracht ziehen. Es ist bedauerlich, dass vor Experimenten nicht auch die Atmosphäre der Räumlichkeiten untersucht wird, in denen die Experimente stattfinden sollen. Gewöhnlich achtet man nicht darauf, was sich in den Räumen abgespielt hat, bevor die Versuche aufgenommen wurden. Räuchermittel, die zur Harmonisierung der Atmosphäre verwendet werden, können nur lindernde Wirkung ausüben und viele Chemismen nicht vernichten. So müssen vor jedem Experiment beste Bedingungen vorbereitet werden. Das Experiment kann mitunter zwar auch bei unvollkommenen Bedingungen gelingen, doch darf man nicht vergessen, wieviel Energie überflüssigerweise verausgabt wird, was sich belastend auf die Gesundheit auswirken kann. Der Denker lehrte, dass nicht der kleinste Tropfen göttlicher Energie in unvernünftiger Weise verausgabt werden dürfe.

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