Urusvati weiß, wie das Gefühl des Entzückens ist und wie die Empfindung des Entsetzens, das als ‘uraltes Entsetzen’ oder ‘elementares Entsetzen’ bezeichnet wird. Sie entstehen als Folge der Wahrnehmung von Sphärenmusik – wie ein Ansturm der Elemente. Die letztgenannte Empfindung hat jedoch nichts mit Angst gemeinsam. Das ‘uralte Entsetzen’, bereits zu ältesten Zeiten der menschlichen Geschichte bekannt, hat seine Ursache in dem Unvermögen, den Ansturm der Elemente zu ertragen. Mitunter erwacht ein Mensch aus dem Schlaf, von unaussprechlichem Entsetzen bemächtigt. Diese Empfindung lässt sich mit Eindrücken aus den niederen Sphären oder weltweiten Ereignissen erklären, doch kann sie darüber hinaus oft auch Folge einer Einwirkung der Elemente sein. Die Menschen haben weder von der Angst noch von jener Erscheinung, die als Entsetzen bezeichnet wird, einen klaren Begriff. Flecken der Finsternis können die Empfindung von Entsetzen bewirken, welche dem Gefühl von starker Wehmut sehr nahe ist. Die Menschen versuchen, solches Weh als Weltschmerz zu bezeichnen. Diese Definition ist einigermaßen zutreffend, da auf dem Grund solcher Gefühle etwas Kosmisches mitschwingen wird. Doch jeder im Denken Verfeinerte muss auch solche belastenden Empfindungen erfahren, da ohne sie das Leben unvollständig wäre. Man wird fragen, ob etwa auch Wir solche Empfindungen verspürten – natürlich. Sie sind Uns nicht nur einfach bekannt, sondern sogar in viel stärkerem Maße vorhanden. Manche Menschen möchten Uns solcher Empfindungen ledig sehen, doch ohne sie erklingt auch die Sphärenmusik nicht. Verfeinerung wird auf den gesamten Daseinsaufbau reagieren. Jeder, der sich Uns nähern möchte, muss zur Freude wie zum Leid bereit sein. Das Leben ist voller Aufstiege und Abstiege, und niemand wird sagen können, worin gerade das Ende oder der Anfang besteht. Der Denker wies beständig darauf hin, dass es dem Menschen nicht gegeben sei zu wissen, wo das Ende und wo der Anfang liege.