Bruderschaft II, § 402

Urusvati weiß, dass die idealistische und die materialistische Weltanschauung Begriffe darstellen, die nur in der Einbildung bestehen. Es werden sich Menschen mit den Worten einfinden, dass die von Mir aufgezeigten vier Grunderkenntnisse idealistische Begriffe seien und daher der materialistischen Weltanschauung nicht entsprechen würden. Diesen Menschen ist die Verneinung in einem Maße von Natur aus eigen, dass sie sich nicht einmal darum bemühen, ihnen fremde Begriffe wenigstens vom Standpunkt des Materialismus eingehend zu betrachten. Sie werden auch sagen, dass das wissenschaftliche Studium der Vergangenheit dem Materialismus nicht gemäß sei, ebensowenig wie auch die Erkenntnis von Leben in fernen Welten und von verborgenen Energien. Lasst uns gar nicht erst von Hierarchie sprechen, da jeder Verneiner seine eigene Hierarchie hat, die er sogar mehr verehrt, als Wir es im guten Sinne überhaupt meinen. Lasst uns also jeden Begriff auch vonseiten des Materialismus eingehend betrachten, dann werden wir zu der Schlussfolgerung gelangen, dass entschieden alles, was ist, Materie ist. Was aber nun ist die idealistische Sicht? Sie kann nicht außerhalb der Materie existieren, auch wenn sie auf ihre höchsten Schichten Bezug nimmt. Wir sehen daher, dass beide genannten Weltanschauungen schlecht definiert sind. Der Mensch strebt danach, die erhabene Realität zu erkennen. Der Mensch besitzt dazu das Denken. Der Mensch ist zu der richtigen Schlussfolgerung gelangt, dass der Gedanke Energie ist, er weiß, dass wirkliche Forschung auch vollkommen wahrnehmbar vorsichgehen wird. Der Mensch geht auf einem angespannten wissenschaftlichen Pfad voran. Es gibt keine höheren Begriffe, die sich nicht mit einer wissenschaftlichen Vorgehensweise decken würden, wenn die Wissenschaft rein und ohne Vorurteile ist. Ich bestätige, dass die Menschheit sich auf dem Weg wissenschaftlicher Betrachtungsweise fortbewegt, doch eben nur langsam. Die Massen der Unwissenden behindern jede Beschleunigung, doch ist nun die Zeit gekommen, dass überalterte Begriffe wegfallen müssen, da anderenfalls die dünkelhaften Neuerer sich als am stärksten zurückgeblieben erweisen werden. Der Denker mahnte die Schüler zur Vorsicht, um nicht zum Opfer von überalterten Begriffen zu werden.

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