Bruderschaft II, § 399

Urusvati weiß, dass Metalle die Gedankenübertragung auf Entfernung unterstützen können. Diese Eigenschaft wurde im fernen Altertum bemerkt, woraus sich eine ganze Wissenschaft der Legierungen entwickelte. Es wurden daraus auf sehr wissenschaftliche Weise künstlerische Darstellungen verfertigt. Auch heute sind solche Darstellungen zu finden, deren Legierungseigenschaften jedoch nicht untersucht werden können, ohne dabei das eigentliche Bild zu zerstören. Ein weiterer Umstand verhindert es, das zu erforschen, was im Altertum bereits bekannt war. Das Bild wurde auf eine isolierte Metallplatte aufgebracht. Über dieses isolierende Metall ist bereits gesprochen worden. Auf diese Platte legte man die Hände. Niemals aber wurde diese Platte ganz eng mit dem Bild befestigt. Auf solche Weise wurde das Geheimnis der Metallverbindungen gewahrt. Später geriet die wissenschaftliche Grundlage in Vergessenheit. Die Bilder wurden in die Tempel aufgenommen. Die Menschen setzten ihre Handlungsweise fort, anhand solcher Bilder zu beten, vergaßen aber deren ursprüngliche Bedeutung. Doch irgendwann wurden solche Legierungen wieder äußerst sorgfältig untersucht. Menschen, die sich miteinander verständigen wollten, besaßen genaue Nachbildungen der Darstellungen und verstanden, dass unterstützende Bedingungen genau beachtet werden müssen. Ich spreche über solche Errungenschaften des Altertums, um viele unserer Zeitgenossen damit zu beschämen. Sie rühmen sich vieler Entdeckungen, ohne bei ihren Experimenten einfache Bedingungen zu wahren. Dazu will die Menschheit keine Geduld lernen. Möge man darüber nachdenken, wieviel Geduld bei der Erforschung der Legierungen aufgewandt werden musste. Seit jenen Zeiten wurden manche Metalle vergessen und später wiederentdeckt. Es ist lehrreich zu beobachten, wieviele Gegenstände von der Menschheit vergessen wurden! Dazu gehört auch das Radium, das einst eine andere Bezeichnung trug, nämlich ‘Herz der Festigkeit.’ Der Denker hütete sorgsam ein Bild, das Ihm jemand aus Indien gesandt hatte. Er sprach: ‘Man glaubt, dass es sich nur um Metall handele, doch Ich fühle, dass sich in ihm etwas befindet, was dem Herzen eigen ist. Es strahlt Wärme ab und besitzt heilende Kraft.’

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