Urusvati weiß, wie kompliziert die vergleichende Gegenüberstellung der Lebensgrundlagen ist. Sogar in einfachsten Fällen können sie Missdeutungen hervorrufen. Ein Beispiel: Wir haben darauf hingewiesen, allen Einzelheiten der Lebenserscheinungen Aufmerksamkeit zu widmen, doch ebenso davor gewarnt, sich in Illusionen zu versenken. Wahrscheinlich werden einige sagen, dass es unmöglich sei, sich dafür zu verbürgen, wo Realität und wo Illusion sei. Wahrlich, allein mit dem Gefühlswissen ist man befähigt, die Bereiche von Realität und Illusion voneinander abzugrenzen. Bei Verfeinerung der Wahrnehmungsfähigkeit wird man die Wirklichkeit erfassen können, wobei allerdings die Ausgangspunkte geprüft werden müssen. Die Menschen freuen sich am Beginn und sind traurig über das Ende, doch lässt sich das Ganze auch aus umgekehrter Weltsicht betrachten. So kann man sich über das Ende einer Prüfung freuen und den mit vielen Gefahren verbundenen Beginn einfühlsam erleben. Die Menschen gründen ihre Überzeugungen auf ihr Unwissen über das zukünftige Leben. Eine solche Begrenzung hat den freien Willen eingeengt und zu enger Begrenzung sämtlicher weltanschaulicher Vorstellungen geführt. Nicht weit neben den Begriffen des Altertums stehen auch die zeitgenössischen Vorstellungen. Größtenteils sind nur die Bezeichnungen verändert worden, ohne aber das Wesen zu vertiefen. Unsere Arbeit ist in bedeutendem Maße durch große Schwierigkeiten belastet, die vom Menschen geschaffen wurden. Der Denker sorgte sich schon vor langer Zeit, dass der Kopf nicht von einem eisernen Faßring eingedrückt würde. Er sprach: ‘Auch eine Krone ist gut, wenn sie passt.’