Urusvati weiß, dass ein wahrer Tatmensch für die Verteidigung der Wahrheit eintreten muss. Es existiert die irrige Meinung, dass die Wahrheit keiner Verteidigung bedürfe. Im kosmischen Sinne ist es auch so, doch im Irdischen ist es notwendig, die Wahrheit zu bestätigen, da sonst verhängnisvolle Entstellung beginnt. Es ist feststellbar, dass Funken der Wahrheit dennoch in das menschliche Bewusstsein eindringen. Man wird bereits nicht mehr das verspotten, was vor einem halben Jahrhundert verunglimpft wurde. Doch durch welche Opfer werden solche kleinen Fortschritte erreicht! Es lässt sich anerkennen, dass die Kraftverluste die Wirkungen übertreffen. Wie aber sollen denn die Tatmenschen die Wahrheit verteidigen? Wenn sie verleumdet, ins Gefängnis geworfen und getötet werden, wer hört denn ihr letztes Aufstöhnen? Man muss gewiss eine besondere Weisheit in der Verteidigung der Wahrheit anwenden. Möge dabei das volle Maß der Entsprechung hineingelegt werden. In keiner Weise wünschen Wir, dass nützliche Tatmenschen vernichtet werden. Nicht selten raten Wir dazu, sich nicht überflüssigen Gefahren auszusetzen. Der erfahrene und hingebungsvolle Tatmensch versteht, wie die angesammelte Energie nützlicher anzuwenden ist. Stellen wir uns einen Gelehrten vor, der mit einem besonders wichtigen Experiment befasst ist und plötzlich das Laboratorium verlässt, um an einer Straßenschlacht teilzunehmen. Jeder würde bedauern, dass eine zum Wohl der ganzen Menschheit gereichende Errungenschaft im Stich gelassen wird. Doch allein ein verfeinertes Bewusstsein wird eingeben können, wo die Grenze zur Heldentat ist. Wir wissen, wie wenig diese Grenze bemerkt wird. Auf die Waagschalen sind derart viele Überlegungen zu legen, dass es schwer ist, das Gleichgewicht zu erreichen. Der Denker sprach: ‘Unsere Last ist derart groß, und dennoch wissen wir nicht, welcher Dinge wir uns entledigen sollen.’