Bruderschaft II, § 384

Urusvati weiß, wie schädlich es ist, irdische Maßstäbe auf überirdische Gegebenheiten anzuwenden. Dies sage Ich vielen, die über die Grundlagen des Daseins lesen könnten, ihnen jedoch irdische Urteile hinzufügen. In kleinen Dingen denken sie an Entsprechung, doch wenn große Prüfungen an sie herantreten, urteilen sie auf irdische Weise. Indessen muss man gerade bei besonderen Ereignissen ganz von überirdischem Verstehen erfüllt sein. Die Menschen sind nicht fähig, die Kräfte des Lichts herbeizurufen, wenn ihnen Gefahr droht. Im Gegenteil, sie werfen Zweifel, Selbstmitleid und sogar Anklagen in den Raum, obwohl sie selbst sehr wohl wissen, dass solcher Kleinmut ihnen nicht hilft. Sie wissen, dass ein Hilferuf, der ihre Kräfte zu mehren imstande ist, nicht in Anklagen besteht. Die Völker des frühen Altertums handelten richtiger. In der Gefahr wandten sie sich schweigend und ohne einen bestimmten Gedanken zu fassen, zum Himmel. Sie öffneten ihre Herzen zum Empfang der höchsten Kräfte. Sie verstanden, dass irdische Worte die Bestätigung der Hilfe nicht auszudrücken vermögen. Sie gestatteten den von oben gesandten Strahlen, sich ungehindert in ihr Bewusstsein zu ergießen. Sie waren davon überzeugt, dass in der Stunde der Not gute Hilfe kommen würde. Ebenso wussten sie, dass der Raum mit Wesenheiten bevölkert ist und die guten zu Hilfe eilen würden. Es lässt sich beobachten, dass die Annäherung feinstofflicher Wesenheiten, auch wenn sie keineswegs schlechter Natur sind, Erschütterungen des Organismus hervorrufen kann. Der Mensch spürt bereits Einflüsse anderer irdischer Mitbewohner, doch stärker noch wirken feinstoffliche Wesenheiten ein, wenn sie einer bestimmten Person zustreben. So wird vorstellbar, dass die von unbekannten Wesenheiten eingebrachte Disharmonie sogar körperliches Unwohlsein hervorrufen kann. Urusvati weiß, wovon Ich spreche. Der Denker vermochte die Anwesenheit unsichtbarer Wesenheiten zu spüren. Er wandte sich den unerwarteten Gästen zu und bat sie, Ihm keine Schwierigkeiten zu bereiten, sondern nach Möglichkeit zu helfen.

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