Bruderschaft II, § 376

Urusvati weiß, wie unzulässig es ist, mit der einen Hand aufzubauen und mit der anderen zu zerstören. Doch fortwährend wird sichtbar, wie die eine Hälfte eines Menschen einer nützlichen Tat geradezu hingegeben ist, die andere jedoch gleichzeitig lästert und damit alles Geschaffene vernichtet. Hierbei erfolgt nicht allein einfache Zerstörung, sondern vernichtet werden auch unwiederbringliche Schätze. Daher raten Wir dazu, sich einer Tat gänzlich hinzugeben oder sich erst gar nicht zu nähern. Solche Unterweisungen sind auch auf die Erkenntnisgewinnung über die Feinstoffliche Welt anwendbar. Einerseits wünscht ein Mensch, sich der Feinstofflichen Welt zu nähern, stößt sie aber auf der anderen Seite mit aller Kraft von sich. Auf der einen Seite wird angeordnet, an Erscheinungen zu glauben, die in der Bibel und anderen heiligen Büchern beschrieben sind, doch andererseits verbietet man, sich diesen Bereichen zu nähern. Es ließen sich endlos Beispiele anführen, in denen eine wissenschaftliche Erforschung der Feinstofflichen Welt verboten und dadurch eine Annäherung an herrliche Errungenschaften unterbunden wird. Es ist entsetzlich sich vorzustellen, dass einerseits zu blindem Glauben genötigt und gleichzeitig Erkenntnis verboten wird! Die hässlich verzerrte Grenze zwischen der irdischen und der Feinstofflichen Welt lässt sich darstellen. Solch unzweckmäßige Situation entsteht aus Unvollkommenheit. Man kann sich vorstellen, dass es viele unterdrückende Kräfte gibt; sie können vieles fortstoßen, was bereits zur Erscheinung vorbereitet ist. Die Schlacht an der Grenze zwischen beiden Welten ist zu groß; Wir raten daher, sich mit ganzer Hingabe zu nähern oder die Feinstoffliche Welt überhaupt nicht zu berühren. Es geschieht viel Lästerung. Heuchlerisch wiederholen die Menschen die Worte der Lehre, doch gleichzeitig denken sie in lüsterner Weise über unzulässige Handlungen nach. Mögen jene, von denen Ich spreche, aufhorchen. Die gesandten Unterweisungen sind nur in vollem Maße auf das Leben anwendbar. Wen aber werden die Heuchler denn betrügen? Der Denker sprach: ‘Es ist unmöglich, die Unsichtbaren Kräfte zu betrügen.’

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