Urusvati weiß, wie nahe beieinander physische und psychische Erscheinungen sind. So kann ein Mensch beispielsweise aus starker physischer Anspannung heraus Funken sehen, die psychischen Zeichen ähnlich sind. Daher raten Wir zu ruhiger Vertiefung, bei der keine unerwarteten physischen Erschütterungen auftreten dürfen. Das Denken soll auf Uns gerichtet sein, doch ebenfalls in völligem Gleichgewicht. Wir schlagen sogar vor, dass der Mensch den unbegrenzten Raum teilweise erfühlen möge, da nichts ein solches Gleichgewicht herbeiführen kann wie die Unbegrenztheit. Es gibt viele verschiedene Methoden, Ruhe zu schaffen, doch die Wahrnehmung der Unbegrenztheit ist die wirksamste. Zudem entsteht eine starke Verbindung, wenn der Name des Lehrers ausgesprochen wird, doch auch dies sollte in Ruhe erfolgen, denn jede übermäßige Anspannung führt unvermeidlich zu atmosphärischen Verwirrungen. Diese Ruhe wird keine Untätigkeit bedeuten, sondern im Gegenteil, wie der Zustand des Nirwana, von innerer Schwingung erfüllt sein. Viele verstehen das Gesagte überhaupt nicht, da es für sie einen Widerspruch darstellt; wie kann Ruhe von Schwingung erfüllt sein, und soll etwa ruhige Hinwendung zum Lehrer wirksamer sein als das laute Wehklagen der Verzweiflung? Es ist schwer, mit Worten zu beschreiben, wo die Grenze zwischen der Macht der Ruhe und dem Druck des Zwanges liegt. Allein jene, die viele irdische Wege durchschritten haben, werden verstehen, wie kostbar der Rat zur Ruhe ist, besonders in den Tagen des Harmagedon. Bei Uns herrscht Ruhe, da das kleinste Ungleichgewicht unsagbare Not hervorrufen könnte. So ist es auch auf dem ganzen Planeten notwendig, Ruhe zu entwickeln. Urusvati tut Recht, die Notwendigkeit der Erziehung immer wieder hervorzuheben, sie geht einer höheren Bildung voraus. Allein Erziehung kann die Grundlagen der Ruhe und Arbeit anlegen. Der Denker warnte die Schüler: ‘Bewahrt Ruhe, da ihr anderenfalls der Unterwelt verfallen werdet.’