Urusvati weiß, dass die Absicht mit der Tat gleichbedeutend ist. Genauer beschrieben ist die Absicht noch von größerer Bedeutung als die Tat. Gewiss vollzieht sich eine Entladung von Energie, während sich in der Absicht Anspannung sammelt, die früher oder später unbedingt die Tat hervorrufen wird. Wenn Ich daher von Behutsamkeit in den Absichten spreche, habe Ich einen unanzweifelbaren Nutzen im Sinn. Nicht selten verlassen die Menschen die Erde erfüllt von Absichten, und Unwissende mögen triumphieren bei dem Gedanken, dass solche Absichten nicht mehr in Taten umgesetzt werden könnten. Die Unwissenden verstehen nicht, dass das Leben nicht abbricht und Absichten nicht unerfüllt bleiben können. Wohl dem, der einen Vorrat guter Absichten besitzt, denn sie werden gute Ernte erbringen. Wahrlich, Ich sage: Jede Absicht wird zur Ausführung gebracht, jedes Versprechen erfüllt werden; jedes Böse wird wachsen, jedes Gute hell erstrahlen. Aus Unwissenheit beklagen sich die Menschen darüber, dass ihre Verdienste nicht anerkannt würden, und dieses Klagen erfolgt ausschließlich aus Unwissenheit über die Fortdauer der Lebenskette. Ein Mensch, der annimmt, dass mit dem Abtreten von der Erde alles endet, ist bedauernswert arm, denn er hat sich selbst der Schätze des Erfolges beraubt. Unvorbereitet taucht er in der Feinstofflichen Welt auf. Wo denn wird er sich befinden, solange sich sein Bewusstsein noch nicht erhellt hat? Er wird an jenem Ort festgehalten, wo er nicht mehr hätte sein müssen. In der Dämmerung der niederen Schichten ist er unangenehmen Wirkungen ausgesetzt, die seine Weiterentwicklung noch mehr belasten. In verschiedenen Glaubensbekenntnissen sind Andeutungen auf die Fortdauer der Lebenskette enthalten, doch sind diese Erinnerungen offensichtlich nicht überzeugend, anderenfalls würden die Menschen sich auf eine bestmögliche Fortentwicklung vorbereiten. Mitunter wollen die Menschen ihre Zukunft so weit wie möglich absichern, doch hat Gold für die Feinstoffliche Welt keinen Wert. Gute Taten müssen mit einem guten Bewusstsein verbunden sein, dann werden sie auf der Erde wie in der überirdischen Welt Freude bringen. Das Instrument wird gestimmt sein und in Harmonie mit den höchsten Welten erklingen. Bisweilen hoffen die Menschen, dass der Führer irgendwann erscheinen und sie aus einem noch so tiefen Abgrund herausführen möge. Diese Egoisten verstehen nicht, dass der Führer leidet, wenn Er sich in die niederen Sphären versenkt. Andere meinen, dass in der Unbegrenztheit auch noch genügend Zeit sei und sie sich daher ungehindert auf der Erde vergnügen könnten. Erst hinter den irdischen Grenzen werden sie erkennen, was sie alles versäumt haben. Eure Auffassung, dass es keine ausgelassene Fröhlichkeit geben kann, wenn die Erde vor Nöten laut schreit, ist richtig. Wo Hunger ist, kann man sich nicht der Übersättigung hingeben. Welche Tänze kann es denn vor dem Angesicht von Morden geben! Wahrlich, Ich sage: Ausgelassene Fröhlichkeit in den Tagen der Not ist unziemlich. Ebenso richtig ist eure Schlussfolgerung, dass die Wellen ferner Übertragungen überaus unterschiedlich verlaufen. Die einen werden von bestimmten Empfängern aufgenommen, andere jedoch können zu den unerwünschtesten Zuhörern gelangen, und in dieser Beziehung muss daher Behutsamkeit walten. Der Denker erriet solche Gedanken. Er sprach: ‘Mögen meine Gedanken dorthin gelangen, wo sie geschätzt werden.’