Urusvati weiß, wie real die Erscheinung feinstofflicher Wesenheiten ist. Die Menschen nehmen an, dass solche Erscheinungen allein über das Ektoplasma von Medien erfolgten, doch muss man auch andere Arten solcher Visionen beachten. So können sie auch über das Hellsehen sichtbar werden, in dem sich nicht die Wirkung des Ektoplasmas zeigt, sondern die Fähigkeit, die vierte Dimension zu sehen. Desgleichen ist beobachtbar, wie sehr einige Visionen an bestimmte Orte gebunden sind; es kommt dabei eine Energie zur Auswirkung, die sich auf überwiegend in alten Gebäuden befindlichen Gegenständen aufgeschichtet hat. Man könnte einen scherzhaften Vergleich anführen: Auf einem lange getragenen Kleidungsstück nisten sich Mikroorganismen leicht ein und lassen es auf diese Weise neu zum Leben erwachen. Genau solche Aufschichtungen bedecken die Wände alter Gebäude. Feinstoffliche Wesenheiten suchen sich entsprechende Aufschichtungen solcher Materie aus und verstärken damit ihre eigene Erscheinung. Die Menschen beklagen sich nicht selten darüber, keine Visionen zu haben, vergessen jedoch, dass sie ihre eigene Aufmerksamkeit nicht auf bedeutsame Phänomene richten. Sie sehen nicht selten am helllichten Tag menschliche Antlitze, die dann augenblicklich wieder verschwinden. Natürlich finden sie dafür tote Erklärungen, ohne über die wahren Ursachen der Erscheinungen nachzudenken. Die Zeit bricht an, da es unerlässlich wird, die Feinstoffliche Welt der irdischen anzunähern, doch wird dies ohne Zustimmung der Menschheit undurchführbar. Sogar jene, die bereit sind, die Feinstoffliche Welt anzuerkennen, wünschen, dass irgendeine grandiose Erschütterung erfolgen möge, die das gesamte Leben augenblicklich umgestalten würde. Unsere Hilfe aber erfordert menschliche Zusammenarbeit. Die Menschen müssen die Existenz der Feinstofflichen Welt annehmen und sich dafür von Aberglauben und Scheinheiligkeit befreien. Solche Giftschlangen zerstören die Religionen und berauben die Menschen der bewussten Annäherung an die Feinstoffliche Welt. Glaubt nicht, dass Wir die Bedeutung von Aberglauben und Scheinheiligkeit übertreiben würden. Das Leben der meisten Menschen verläuft auf der Grundlage dieser Vorurteile, und dadurch berauben sie sich selbst der Freiheit des Denkens. Sie sind von unwissenden Vorgaben derart erfüllt, dass sie selber ihre Augen und Ohren vor klaren Erscheinungen verschließen. Um etwas zu sehen, muss man es zulassen, doch bei Verneinung wird das schärfste Auge von Nebel bedeckt. Auf der anderen Seite aber darf man sich auch keine scheinbaren Visionen suggerieren, und das bedeutet, es bleibt die goldene Mitte, über die schon in den anderen Büchern gesprochen wurde. Solch ein Mittelweg wird etwas zulassen, ohne Einfluss zu nehmen. Er ist keineswegs leicht zu erringen, da er Verfeinerung des Bewusstseins erfordert. Der Denker lehrte, den mittleren Weg nicht zu fürchten.