Bruderschaft II, § 356

Urusvati weiß, wie qualvoll die Teilhabe an kosmischen Prozessen zu sein pflegt. Man wird fragen, weshalb solche besonderen Anspannungen entstehen. Die Antwort ist einfach. Wenn ein Teilchen des Ektoplasmas abgetrennt wird, erlebt ein Medium großes Leid. Doch das Ektoplasma gehört dem feinstofflichen Körper an, während die Begegnung mit kosmischen Prozessen den feurigen Körper schmerzlich berührt. Durch solche schmerzhaften Berührungen werden die Anspannungen noch größer. Wieder könnte gefragt werden: Wenn kosmische Ströme Einfluss auf alles Lebendige nehmen, warum müssen dann nur ungewöhnliche Menschen darunter besonders leiden? Die Antwort ist einfach. Diese Ströme wirken unzweifelhaft auf den gesamten Planeten ein, doch werden sie in unterschiedlichem Grade aufgenommen. Wenn ein Mensch den Kelch anfüllt und das Bewusstsein verfeinert, befindet er sich in der ersten Reihe der Empfänger. Es ist unmöglich, diesen bereits verdichteten Zustand aufzuheben, denn er ist eine natürliche Stufe des Aufstiegs. Wer könnte das Wachstum des Bewusstseins aufschieben, wenn es in eine bestimmte Phase des Aufstiegs eingetreten ist? Man darf das Tun eines Helden nicht hindern, wenn er zur Heldentat ausgegangen ist. Der Sieg über die Finsternis ist der Traum jedes geistigen Kämpfers, doch erweist sich die Schlacht auf dem irdischen wie auf dem überirdischen Plan als ein und dieselbe. Mittels Schwingungen können Wir die Anspannung verringern, doch ist die kosmische Schlacht die Bestätigung einer alle betreffenden Verteidigung. Verteidigung und Nirwana sind zwei der am meisten entstellten Begriffe. Die Menschen möchten etwas Gestaltloses, Zerstreutes und Bewegungsloses aus ihnen machen, doch sind solche Entstellungen für die Evolution schädlich. Für das Nirwana müssen die Menschen sich in bewusster Weise lange Zeit vorher vorbereiten. Sie müssen diesen Zustand des Allerfassens erst lieben lernen. Ebenso lieben lernen müssen sie den Zustand der Verteidigung, und zwar als Zustand höchster Anspannung und Scharfsicht. Die Menschen müssen sich bewusst vervollkommnen, da anderenfalls die Teilhabe an der kosmischen Schlacht unerträglich wird. Kann sich jedoch ein Mensch, der nicht über das Weltengebäude nachdenkt, zur Heldentat der Verteidigung erziehen? In dieser Verteidigung offenbart der Mensch hohe Selbstaufopferung. Er handelt nicht für sich, sondern für die fernen Welten. Jeder wird zustimmen, dass es nicht leicht ist seine Persönlichkeit den fernen Welten zuliebe zu vergessen. Bei einer solchen Erweiterung des Bewusstseins ist auch eine fürsorgliche Einstellung zur Gesundheit erforderlich, da die menschlichen Kräfte und räumlichen Ströme sehr schwer vereinbar sind. Man kann sich selbst mit Klarheit des Bewusstseins helfen und damit die ununterbrochene Schlacht lieben lernen und verstehen, dass die Verteidigung von Harmonie Schönheit bedeutet. Man darf nicht zulassen, dass Zweifel den Aufbau von Harmonie zerstören könnten. Herrlich ist die Wacht, wenn man den gehüteten Schatz kennt und liebt. Der Denker kannte die Schönheit solcher Wacht. Er sprach: ‘Wir erkennen nicht für uns selbst, nicht für die Erde, nicht für die Sonne, sondern für die unsichtbaren Welten.’

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