Urusvati weiß, dass die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage ist, sich zu den Hinübergegangenen würdig zu verhalten, wodurch deren Aufstieg gestört wird. Mitunter lästert man sogar über sie, und das ist schlecht. Nicht selten vergessen die Menschen die Hinübergegangenen völlig, auch das ist nicht gut. Man muss verstehen, welche Haltung dazu die harmonischste ist. Stellen wir uns einen nahen Menschen vor, der mit einer wichtigen Arbeit beschäftigt ist, gleich nebenan hinter der Wand. Unser erster Wunsch wird sein, auf jede erdenkliche Weise seine Ruhe zu wahren. Wir werden alle Maßnahmen ergreifen, auf dass ihn nichts störe. Wir sorgen uns rechtzeitig um die besten Mittel, die zu einer möglichst raschen Ausführung der Arbeit notwendig sind. Wir werden über die Arbeit nachdenken, die gerade vollzogen wird, und unsere besten Gedanken senden. Wir wissen, dass der Nächste sich hier, gleich nebenan, befindet. Wir möchten ihn gern sehen, doch können wir seine Konzentration stören? Wir fassen uns in Geduld, da wir wissen, dass wir uns zur verabredeten Stunde sehen werden. Vieles möchten wir dann sagen, doch wenden wir alle Behutsamkeit auf. So handeln wir, weil wir den Nächsten lieben. Wir unterbinden jegliches böse Wort, damit nicht Wellen von Disharmonie die erfolgreiche Arbeit stören. Wir verhalten uns so, wie es sich gegenüber einem geliebten Menschen gehört. Wir werden uns nicht irgendeines illusionären Verlustes grämen, da wir wissen, dass der Nächste lebt und sich auch in der Nähe bei uns befindet. Daher werden wir auch nicht darauf bestehen, dass der Nächste uns körperlich erscheinen möge. Wenn die Bedingungen harmonisch sind, wird er nicht zögern. Die Sorge um die Harmonie wird für beide Welten notwendig sein. Wenn sich nebenan eine wichtige Arbeit vollzieht, dürfen wir nicht lärmen noch Streit führen. Sogar im irdischen Alltag bemühen sich die Menschen, im Namen eines vorübergehend Abwesenden etwas Freudiges zu tun. Sie bemühen sich, die ihm gehörenden Dinge gut zu verwahren. Wenn wir für einen Hinübergegangenen alles ebenso tun wie für einen vorübergehend Abwesenden, so handeln wir recht. Auch Uns gegenüber solltet ihr euch auf die gleiche Weise verhalten. Für das innere Leben wird eine solche Beziehung eine Erweiterung des Bewusstseins darstellen. Es ist traurig, dass es nach Millionen von Jahren immer noch notwendig ist, ein vernünftiges Verhältnis zum Leben der Feinstofflichen Welt zu lehren. Seien wir jedoch gerecht und erkennen, dass die Menschen nicht nur die Feinstoffliche Welt nicht verstehen, sondern inmitten technischer Erfolge sich sogar von notwendigen Begriffen entfernen. Die Kenntnis des Lesens und Schreibens bedeutet noch keine Kultiviertheit. Große Erschütterungen erwachsen aus Unvernunft. Wir erwarten keine besonderen Verfeinerungen, mögen die Menschen nur die besten Eigenschaften des Geistes offenbaren. Der Denker lehrte: ‘Senden wir den Hinübergegangenen ein Lächeln der Liebe. Senden wir allen Wanderern Ermutigung zu. Mögen sie sich am Kreuzweg erholen können. Wanderer, erzähle uns von den fernen Ländern.’