Bruderschaft II, § 348

Urusvati weiß, welch unterschiedliche Wirkung offensichtliche Erscheinungen der Feinstofflichen Welt auf Lebende haben. Gewöhnlich rufen solche Manifestationen Erschütterungen und gar Entsetzen hervor. Kann denn das Sichtbarwerden von Bewohnern der Feinstofflichen Welt derart starke Wirkung ausüben, wo doch die Menschen eigentlich beständig davon umgeben sind? Natürlich nicht. Man muss den Grund in etwas anderem suchen. Bis zu einem gewissen Grad kann ein Sichtbarwerden auch erschüttern. Vergessen wir aber nicht, dass die Menschen auch ohne etwas Ersichtliches Erschütterungen erfahren, ohne sich dann aber darauf zu konzentrieren, und ein Sichtbarwerden wird somit nur ein Grund sein, die Aufmerksamkeit auf ein Phänomen zu lenken. Man darf sich nicht vorstellen, dass ein Mensch, der von der Angst vor Gespenstern redet, sich Rechenschaft darüber gegeben hat, dass er beständig von Bewohnern der Feinstofflichen Welt umgeben ist. Die Menschen können solcher Berührung nicht entgehen, doch Wir bewahren sie gewöhnlich vor unerträglichen Wahrnehmungen. Die Menschen fürchten die Toten, da sie nicht an ein ewiges Leben glauben. Bestätigt diese Wahrheit, und die Welt wird sich wandeln. Es ist unmöglich, von verschiedenen Sublimierungen zu sprechen, bevor nicht die Fortdauer der Lebenskette verstanden worden ist. Ich bestätige, dass die Menschen derzeit weit davon entfernt sind, den Aufbau der drei Welten zu verstehen. Versucht nicht, dieses dreiteilige Schema des Weltenaufbaus noch zu verkomplizieren, denn dies würde nur eine neue Verwirrung der Geister zur Folge haben. Erinnern wir uns, dass auch in alten Zeiten nur wenige die unsichtbaren Welten gelassen wahrzunehmen vermochten, die übrigen fürchteten diese Bereiche nicht weniger, als man es heute tut. Der Denker versuchte, die Schüler in diesen natürlichen Umgang einzuführen, doch nur wenige wagten es, auf die Wahrheit zu blicken.

‹ § 347 · Inhaltsverzeichnis · § 349 ›