Bruderschaft II, § 346

Urusvati weiß, dass die Menschheit möglicherweise eines Tages ein Buch über ungewöhnliche Phänomene schreiben wird. Möge jeder etwas Ungewöhnliches aufzeichnen, das ihm in seinem Leben begegnet ist. Jeder hat glaubwürdige Kenntnisse von überirdischen Erscheinungen erhalten. Viele können einige aufschlussreiche Mitteilungen machen. Sogar die Verneiner sind nicht so kühn zu behaupten, dass ihnen niemals und nirgends etwas widerfahren sei, was sich einer irdischen Erklärung entzogen hätte. Die Hauptsache wird jedoch sein, keine falsche Scham zu hegen, über seine Wahrnehmungen zu sprechen. Urusvati weiß sehr gut, welchem Spott ihre eigenen Kindheitswahrnehmungen begegneten, doch das lässt sich nicht vermeiden. Möge man nichtsdestoweniger einige Meiner Worte in diesem Zusammenhang lesen und Kenntnisse aus dem sie umgebenden Leben sammeln. Man darf sich nicht über jenes Mädchen wundern, das plötzlich in zwölf Sprachen redete. Es lassen sich viele weitere ungewöhnliche Erscheinungen finden, die eine wissenschaftliche Grundlage haben. Wenn eure Freunde an die Aufzeichnung solcher Phänomene herangehen wollen, so mögen sie dies in möglichst einfacher Weise tun. Mögen sie sich nicht von komplizierten Darstellungen fortreißen lassen. Mögen sie keine eigenen Mutmaßungen hinzufügen, sondern ihre ganze Ehrlichkeit sammeln, um die Zuverlässigkeit der Wahrnehmungen sichtbar zu machen. Man darf sich nicht auf geringfügige Lichterscheinungen konzentrieren, da solche Details bereits dem Alltagsleben angehören. Neben den eigenen Wahrnehmungen muss man auch entsprechende Nachrichten aus der Presse sammeln, darf sie aber nicht mit den eigenen Beobachtungen vermischen, für die man auch allein bürgen kann. Es sind schon viele Bücher über ungewöhnliche Erscheinungen herausgegeben worden, doch Wir beabsichtigen jetzt nicht, die Unwissenden zu überzeugen, sondern lenken die Aufmerksamkeit auf die Zunahme solcher Phänomene. Gleichzeitig lässt sich leider beobachten, dass auch wütende Verneinung zunimmt. Die Kräfte der Finsternis sind geradezu beunruhigt, dass die feinstofflichen Energien sich der irdischen Ebene nähern. Man muss solches Stadium des Kampfes verstehen, wenn das Chaos sich anstrengt, das Eintreten evolutionärer Ereignisse zu verhindern. Jedoch, die künftige Welt bricht an, und nichts kann die Fortentwicklung des Bewusstseins aufhalten. Der Denker wies auf das unauslöschliche Feuer des Herzens hin. Er kannte bereits den Weg der Menschheit.

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