Urusvati ist bestrebt, jede Stunde nutzvoll zu verwenden. Solche Grundentscheidung bildet sich in Unserer Gemeinschaft heraus, in der man keine Stunden zählt. Ist es angesichts der Dauer des Lebens möglich, sich nach dem Stundenmaß zu richten? Bei Uns gibt es keine irdischen Stunden, da die Arbeit sich nicht nach künstlichen Maßeinheiten aufteilen lässt. Außerdem ergehen von allen Enden der Erde her so viele Bitten und Hilfsgesuche an Uns, dass die Tätigkeiten unmöglich nach Stunden eingeteilt werden können. Wir müssen das Bewusstsein in solcher Anspannung halten, in jeder Sekunde bereit zu sein, den Willen an den Bestimmungsort zu lenken. Zweifellos beschuldigt man Uns, dass Hilfe an Unwürdige oder in unzureichendem Ausmaße übermittelt würde. Die Menschen urteilen nach alltäglichen Maßstäben und können keinen Blick auf Ursachen und Folgen werfen. Ich spreche nicht nur von der Angespanntheit der Arbeit, sondern auch von Weitsicht, die es ermöglicht, augenblicklich abzuwägen und zu entscheiden, wann welche Handlung die nützlichste sein wird. Jede Bitte um Hilfe trägt die Emanation des Vergangenen und den Wohlgeruch des Zukünftigen bei sich. Es ist notwendig, solche Zusammenklänge in seinem Bewusstsein zu vereinen und die Bedeutung der Disharmonie zu verstehen. Man darf das zur Tat bereite Böse nicht unterstützen und muss dagegen dort Hilfe erweisen, wo ein Mensch leidet. Oft sind Gegensätze unvereinbar, und allein die Kenntnis des Vergangenen verhilft dazu, das Gleichgewicht zu finden. Indessen wird keine Bitte an Uns zurückgewiesen. Bringt der Mensch doch bereits in der Minute des Ersuchens sein Bekenntnis zum Ausdruck, und solche Realität lebt schon im Raum. Wir werden an der Stimme des Bittenden nicht vorübergehen. Wir werden kein Flehen abweisen, doch Wir werden alle heilsamen Substanzen sammeln, um in zweckmäßiger Weise zu helfen. In diesem letzteren Begriff ist eine besondere Weitsicht enthalten. Wir sind immerfort tätig und müssen in Unserer eigenen Verantwortung entscheiden, wo die Hilfe notwendiger und dringender ist. Unsere Schwester hat sich vor weit zurückliegender Zeit die Fähigkeit angeeignet, jederzeit zu der nützlichsten Arbeit zu streben. Solch eine Eigenschaft kann nicht schnell erworben werden. Man muss sie in unterschiedlichen Erscheinungsformen bestätigen, damit sie zu einer Quelle der Freude wird. Diese Quelle vermittelt Befreiung von Gereiztheit. Der Gedanke von Arbeit in Unbegrenztheit verleiht auch ein Streben ohne Angst vor negativen Folgen. Es wird keinen Gedanken über Vergangenes geben, und im Flug nach vorn erzittern die Folgen des Gewesenen. So wird der interplanetare Wirbel Mut verleihen und die Freude des erweiterten Bewusstseins nicht beeinträchtigen.