Bruderschaft II, § 332

Urusvati weiß, dass im Fundament des Kosmos das Prinzip der Spirale angelegt ist. Das wird nicht nur durch die Physik, sondern auch durch die Evolution bestätigt. Das einfache Beispiel einer Schraube lässt die Bewegung der Evolution verständlich werden. Je mehr Windungen die Schraube aufweist, desto besser ist sie ihrem Zweck dienlich. Genauso ist es in der Evolution von Nutzen, dass ihre Spirale möglichst viele Umläufe hat. Gewöhnlich trifft es auf Erstaunen, dass das menschliche Bewusstsein mit bereits durchlebten Erfolgen und Niederlagen nochmals in nahe Berührung kommt. So könnte gefragt werden, weshalb man zurückkehren müsse, wenn man sich doch eigentlich nur vorwärtsbewegen könne. Eine solche Rückkehr ist jedoch nur eine scheinbare. Die Evolution kehrt nicht zurück, sondern verläuft nur jenseits früherer Etappen. Die Menschen klagen, dass sie erneut in Primitivität verfielen, doch diese Primitivität kann schon nicht mehr die frühere sein. Viele neue Faktoren sind zwischenzeitlich in das Leben eingegangen. Man darf das Leben nicht in einförmiger Weise betrachten, denn es schafft eine volle Synthese. Allein in solcher Vielfalt kann man sich davon überzeugen, dass der Umlauf der Spirale sich doch vollzogen hat. So wird vorstellbar, dass wir unsere früheren Behausungen passieren, allerdings schon auf einem höheren Umlauf. Das Symbol des Turmes lässt sich auch mit einer Wendeltreppe darstellen, auf der die Menschen in die Unbegrenztheit schreiten. Es muss beständig an das Prinzip der Spirale erinnert werden, da es euch anderenfalls nicht gelingt, vielen Erfordernissen gerecht zu werden. Warum hat die Menschheit sich im Verlauf von Millionen Jahren nicht erfolgreich entwickelt? Dazu muss man verstehen, dass Evolution zwar schon vonstattengegangen ist, der Kreis ihres Umlaufs jedoch sehr groß ist. Es ist richtig, dass die Menschen sich in Grobheit und Lüge versenkt haben, doch damit gemeinsam haben sie auch von vielen Wissensgebieten Besitz ergriffen. Die dadurch entstandenen Extreme sind nicht leicht zu harmonisieren, und darum ist es notwendig, die Menschheit zu lieben. Der Denker lehrte: ‘Nicht den Menschen, sondern die Menschheit sollt ihr lieben lernen.’

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