Bruderschaft II, § 320

Urusvati weiß, dass jeder von Uns in verschiedenen Erscheinungen die Sache des Friedens gefördert hat. Ihr erinnert euch an den Orpheus Indiens, der den Menschen friedvolle Melodien gab. Ihr erinnert euch, dass ein gewisser Lehrer versuchte, die Lehre zu reinigen, damit die Menschen mehr vom Sein erführen und es besser verstünden. Ein anderer Held gebot den Menschen, vor allem sämtliche friedlichen Mittel zur Anwendung kommen zu lassen. Auch der Einiger der Völker legte fest, dass allein in Einigkeit auch der Frieden gedeihen könne. Jeder für den Frieden Schaffende begegnete vielen Schwierigkeiten und litt unter ihnen. Woher aber kamen solche unmäßigen Lasten, wenn diese Tatmenschen doch zum Guten und zum Frieden strebten? Doch jedes Voranbringen der Evolution ruft bereits den Zorn des Chaos hervor. Solche Wirbel lassen sich in der Umgebung jeder wohltätigen Bestrebung bemerken. Ich will euch aber nicht enttäuschen, denn jeder Kämpfer für den Frieden wird sagen, dass seine Friedensbemühungen die besten Erinnerungen geblieben sind. Sie erhalten sich nicht nur in den Annalen der Völker, sondern auch im Leben über alle Jahrhunderte hinweg. Ist die Befriedung durch Klänge nicht ein Gut aller? Einer aber muss der erste sein, um auf dieses Mittel hinzuweisen. Viele Lieder wurden seit alters her mit Begeisterung gesungen, doch war es nötig, ihre Anwendbarkeit zur Schaffung von Frieden hervorzuheben – so wurde eine neue Harmonie in die Welt gebracht. Ebenso für alle Zeiten galt der Auftrag, alle Friedensmittel zur Anwendung gelangen zu lassen. Es mag sein, dass die Menschen vergessen haben, wer ihnen diesen Auftrag gab, doch ist er ins Bewusstsein eingegangen. Es ist richtig, danach zu suchen, ob es nicht noch weitere friedenschaffende Maßnahmen gibt, welche jedoch natürlich nicht die Menschenwürde herabsetzen dürfen. Man muss sowohl die irdischen wie die überirdischen Maßnahmen richtig verstehen. Nur beim Vorhandensein von Harmonie kann man die Schönheit des Friedens verstehen, anderenfalls ergibt sich, bei völliger Unkenntnis der Menschenwürde, eine abscheuliche Entstellung. Wer die Schönheit nicht kennt, vermag nicht an Frieden zu denken. Auch der Begriff der Einigkeit ist im Zustand der Unwissenheit nicht zu verstehen. Durch das Gute bringen die Völker dennoch den Einiger in Erinnerung. So haben Wir für den Frieden geschaffen. Der Denker hat vieles ins Leben getragen, und Er hatte den Mut, einen friedlichen Staatsaufbau vorzustellen. Mögen die Menschen dies auch als Wunschtraum bezeichnen, doch der Wunschtraum ist eine Hieroglyphe der Ewigkeit.

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