Urusvati weiß, wie oft die Menschheit ihre Auffassungen von der Feinstofflichen Welt bereits geändert hat. Es lässt sich aufzeigen, dass sich die Menschen schon vielfach einem richtigen Verständnis von der Feinstofflichen Welt angenähert hatten. Ganze Epochen gingen unter dem Zeichen der Vervollkommnung vorüber, doch dann, nicht selten ohne ersichtlichen Grund, verfielen die Menschen von neuem in unwissende Auslegungen. Man könnte ein umfangreiches Buch über die Wellen der menschlichen Erkenntnisentwicklung verfassen. Dabei würde klar werden, dass der Bereich des Psychischen heute nicht besser als im Altertum verstanden wird. Diese Erscheinung verdient besondere Aufmerksamkeit. Geht man davon aus, dass die Evolution dem Bewusstsein auf sämtlichen Gebieten Aufklärung vermittelt, wird es unverständlich, weshalb ein derart wichtiger Bereich wie die Erkenntnis der Feinstofflichen Welt einem solchen Geschwätz ausgesetzt ist. Die Ursache liegt darin, dass der Mensch alles außerhalb der Grenzen der grobstofflichen Welt fürchtet. Strebt das Bewusstsein auch zu Wissen, flüstert doch der niedere Verstand, dass Vorstellungen vom zukünftigen Leben unnötig seien. So kann man sehen, dass selbst Menschen, die viel gelesen und gehört haben, plötzlich zu schwanken beginnen und denken, was dort eigentlich sei – etwas Anderes oder Nichtexistenz? Solche Schwankungen untergraben alle früheren Aufspeicherungen. Es kann geschehen, dass sich ein Abfall ganzer Massen von früheren Überzeugungen ergibt und Wissen erneut für eine gewisse Zeit verbannt wird. Man muss jedoch daran denken, dass das Bewusstsein wieder zurückkehren wird und dann auch zu neuen Errungenschaften, Es darf keine Zeit auf Schwankungen verschwendet werden, wenn schon im Altertum höchste Erkenntnisse erreicht wurden. Weisheit besteht darin, mutig das zukünftige Leben zu verstehen. Der Denker sprach: ‘Mut besteht darin, nach vorn zu blicken. Der Weise versteht, dass Staubwolken endlich sind, die Unbegrenztheit aber durch nichts verdeckt werden wird.’