Urusvati weiß, dass der Verlust der Erinnerung ein scheinbares Phänomen ist. Die Erinnerung als solche kann nicht verlorengehen, es können jedoch drei Ursachen auf sie einwirken. Erstens kann ein Mensch die Erinnerung auf etwas Bestimmtes, meistens auf etwas Vergangenes, ausrichten, wodurch er das vorbeifließende Leben in einen Schleier hüllt. Zweitens können starke Einwirkungen von außen auftreten, wodurch es möglich ist, dass der natürliche Fluss der Erinnerung erschwert wird. Als dritte Ursache erweist sich die Erscheinung einer Gehirnzersetzung, die die Funktionen des Erinnerungsvermögens schädigt, die eigentliche Erinnerung, genauso wie das Kelch-zentrum, jedoch unbeeinflusst lässt. Wenn ein Mensch scheinbar das Erinnerungsvermögen verliert, befragt man ihn über Dinge, auf die er keine Antwort zu geben vermag. Man fragt ihn jedoch nicht einfach danach, an was er sich erinnert. Die Antwort könnte die unerwartetsten Ergebnisse zeitigen. Vielleicht kann der Betreffende von vergangenen Leben erzählen oder von überirdischen Wahrnehmungen, doch solche Fragen werfen die Ärzte nicht auf. So lässt man eines der wichtigsten Lebensgeheimnisse unbeachtet. Schon in den Schulen muss das Erinnerungsvermögen in der Überwindung der drei beschriebenen Umstände geschult werden. Das Gehirn kann durch Arbeit geschützt werden, die auch vor materiellem Überfluss verschont. Ebenso lässt sich darlegen, dass Angriffe von außen das Erinnerungsvermögen nicht beeinflussen können. Wir leben in der Gefahr, und im Bewusstsein dessen sind Wir in der Lage, ein klares Denken zu bewahren. Der Mensch sinkt ohne Gefahren und Anspannungen ab. Schließlich jedoch wird er sich disziplinieren und nicht mehr zulassen, dass unordentliches Denken sein Erinnerungsvermögen verdunkelt. Die Menschen vermögen sich davon zu überzeugen, dass in unerwarteten Augenblicken weitentfernte Erinnerungen plötzlich auftauchen. Was bedeutet, dass sie im Bewusstsein bewahrt werden, aber nicht immer den Weg aus dem Speicher finden können. Mögen sie auch besonderer Impulse bedürfen, um offenbar zu werden, doch sie existieren. Der Denker lächelte und sprach: ‘Wenn es dem Menschen gelingt, das Knäuel der Erinnerungen zu entwirren, wird er einen äußerst langen Faden entdecken.’