Bruderschaft II, § 312

Urusvati weiß von den Ursachen der Unterbrechungen, die sich im menschlichen Denken vollziehen. Solche Erscheinung ist oft beobachtbar, doch wird ihr wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Gewöhnlich nimmt man an, dass der Mensch selbst den Gedankenfaden unterbricht, indem er einige unerwartete Umstände einbringt. Wenn es jedoch so sein sollte, warum wird dann der bisherige Gedanke nicht durch etwas Bestimmtes ersetzt, sondern stattdessen ergibt sich eine Art vollständigen Bruchs des Denkens? Zudem geschieht es oft, dass der frühere Gedanke nicht wiederkehrt, so dass anzunehmen ist, dass ein äußerer Einfluss wirksam war. Und so ist es auch. Räumliche Ströme wirken auf das menschliche Denken bei weitem häufiger ein, als angenommen wird, doch gibt es ihrer viele verschiedene Arten. Der Mensch kann Sendungen in abgeschlossener Form aufnehmen, doch oftmals fallen sie wie in einer fremden Sprache ein und bleiben daher unverstanden. Solche Unterbrechungen des Denkens bedeuten keinesfalls, dass der Mensch in schlechter oder schwacher Weise gedacht hätte. Räumliche Ströme vermögen das mächtigste Denken zu durchdringen, und der Mensch sollte die Ursache des Vorganges verstehen und nicht mit dieser Erscheinung kämpfen. Im Gegenteil, der Mensch kann sich an die Möglichkeit solcher Unterbrechungen gewöhnen und lernen, seinen Gedankenfaden aufrecht zu erhalten. Augenblicklich wird er jenes große Vorrecht herbeirufen, das Gedächtnis genannt wird und in diese Schatzkammer die übrigen Gedanken hineinlegen. Er wird sich sagen: Ich bin nicht in der Lage, mit der Macht der räumlichen Gedanken zu kämpfen, meinen eigenen Gedankenfluss will ich jedoch trotzdem bewahren. Ich will es einem Wanderer gleichtun, der sich vor einem Wolkenbruch schützt, um anschließend den Weg fortsetzen zu können. Es ist sogar möglich, Nutzen aus solchen Einschnitten zu ziehen, da jeder von ihnen eine gewisse Energie in sich birgt, man muss sie nur erkennen. Wenn die räumlichen Gedanken sich auch nicht immer in bewusste Formen umsetzen lassen, so bringen sie doch auch in ihrer Formlosigkeit Energie mit. Solche Energie kann auch von Unseren Türmen ausgehen! Möge verstanden werden, dass Wir vielerlei Art Hilfe senden. Der Denker sprach: ‘Wer bist Du, Helfender? Wer bist Du, Anwesender? Ich spüre Deine Berührungen.’

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