Bruderschaft II, § 293

Urusvati weiß, dass Beispiele aus dem ärztlichen Bereich den Menschen besonders zugänglich sind. Wenn einem Menschen gesagt wurde, er solle ein Medikament mit ganzer Kraft einatmen, er dies aber aus Mangel an Vertrauen zum Arzt nur halbherzig tut, so wird auch der Erfolg nur halb so groß sein. So wird auch vorstellbar, welch schädliche Folgen entstehen, wenn die Menschen nicht gleichmäßig zur Quelle des Wohls zu streben vermögen. Mangel an Vertrauen, Trägheit oder Unwissenheit führen zu einem unheilvollen Ende. Mögen die Menschen ebenfalls nicht vergessen, dass auch der Führer durch ein ungeordnetes Streben des Menschen leidet. Er empfängt dadurch sozusagen giftige Stiche. Wir müssen darauf hinweisen, dass der bedeutendere Teil Unserer Last weniger in direkten feindlichen Angriffen als in dem ungeordneten Streben des Menschen besteht. Bei Uns wird insbesondere auch gelehrt, Sendungen gleichmäßig zu gestalten und die ganze, konzentrierte Aufmerksamkeit seines Bewusstseins zur Anwendung gelangen zu lassen. Es kann darauf hingewiesen werden, dass der Denker keine Gelegenheit ausließ, Seine Schüler zur Verantwortung zu ziehen: ‘Es mag sein, dass sich in euch eine noch höhere Stufe der Aufmerksamkeit findet – sucht in eurem Herzen. Niemand sage, er habe schon die äußerste Stufe der Bestrebung erreicht. Offenbaren wir das Streben in seinem höchsten Maß und äußern es vor dem Antlitz der ganzen Welt.’

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