Bruderschaft II, § 292

Urusvati weiß, wie sehr das Wissen über die Bruderschaft entstellt wird. Nicht genug dessen, das gewisse verlogene Medien Geschichten erfinden, gibt es auch noch schlimmere Erscheinungen. Es kann Halbmedien geben, die vereinzelte, schwach schimmernde Eindrücke aus der Feinstofflichen Welt aufnehmen und es auf das Leben der Weißen Bruderschaft übertragen. Ihr habt bereits von falschen Götterburgen gehört, die durch Gedankenbildungen in den niederen Schichten geschaffen wurden. Vereinzelte Details können der Sicht der Medien zugänglich sein. Doch sie wissen wenig vom Gedankenschaffen in der Feinstofflichen Welt und sind bereit, diese illusorischen Tempel, feierlichen Prozessionen und prunkvollen Gewänder auf das Leben in Unserem Turm zu übertragen. Die Unkenntnis der Bedingungen in der Feinstofflichen Welt vermag viele Zweifel zu verursachen. Gewöhnlich sind die Menschen nicht in der Lage, die feinstofflichen Dimensionen zu verstehen. Sie vermögen sich nicht vorzustellen, dass ganze Massen feinstofflicher Wesen über ihnen umherwandern, grobstoffliche Körper durchdringen und sogar ihre eigenen Städte haben können. Die Menschen bezeichnen Gedankenbildungen als Märchen, ohne aber daran zu denken, dass ihre irdische Existenz im Kosmos Folgen hinterlassen muss. Wie schädlich sind Extreme! Sie bestehen einerseits in der Ablehnung jeglicher Vorstellung über eine Weiterführung des Lebens nach ihrem Abtreten vom irdischen Plan, andererseits in den absurden Vorstellungen, die der Menschheit durch einschüchternde Glaubensbekenntnisse aufgezwungen wurden. In solchen Begrenzungen kann der Mensch nicht bestehen, da man vergaß, dass allein unvoreingenommene Erkenntnis zur Wahrheit zu führen vermag. Fahren wir mit falsch erklärten Umständen fort. Die Menschen meinen, dass Hellhörigkeit, die sich unter normalen Bedingungen gut zeigt, sich bei Anspannung von Strömen noch verstärken ließe. Es kann indessen eine solche Anspannung von Strömen herrschen, dass Hellhörigkeit dadurch verhindert wird. Darüber darf man sich nicht wundern, denn sich kreuzende Ströme schaffen eine Art Kuppel, die für Gedankenübertragungen undurchdringlich wird. Man muss in ruhiger Weise alle Bedingungen registrieren und ihre Vielfalt studieren. Auch einen weiteren Umstand muss man zur Gänze verstehen. Wenn Wir zur Wachsamkeit raten, so gilt dies in jeder Hinsicht. Oftmals meinen die Menschen, Wachsamkeit sei nur in Beziehung auf ein beliebiges bedeutendes Ereignis erforderlich, doch ist sie dies in sämtlichen Vorgängen des Alltags unerlässlich. Das Äußere ist nicht vom Wichtigsten trennbar. Ebensowenig darf man Ereignisse nach ihrer äußeren Erscheinung beurteilen. Man muss sich an solche Wachsamkeit gewöhnen, wie sie in Unserem Turme herrscht. Der Denker vergaß nicht, Seine Schüler zu ermahnen, jeden Schritt und jede gedankliche Äußerung bewusst und sorgfältig wahrzunehmen. ‘Wir sind nicht in der Lage, leichthin zu beurteilen, wo das Große und wo das Kleine ist; lasst uns daher wachsam sein.’

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